Wahl in St. Pölten: SPÖ-Landeschef sieht "respektables Ergebnis"

GR-WAHL ST. PÖLTEN: SPÖ-WAHLKAMPFAUFTAKT: HERGOVICH
Nach dem Wahlergebnis verteidigt Sven Hergovich das Abschneiden der Partei, während die FPÖ vor einer rot-grünen Koalition warnt.

Nach dem Absturz der SPÖ bei der Gemeinderatswahl am Sonntag in St. Pölten hat sich zwei Tage später auch der NÖ Landesparteichef Sven Hergovich zum Resultat geäußert.

Er sprach am Rande einer Pressekonferenz auf Nachfrage von einem "respektablen Ergebnis“. An einer Sitzung des Landesparteivorstandes am Montagabend in St. Pölten hatte auch SPÖ-Chef Vizekanzler Andreas Babler teilgenommen.

Er halte es für ein „durchaus respektables Ergebnis“, wenn es „unter schwierigen Rahmenbedingungen gelingt, dass mehr Menschen Sozialdemokratie wählen als die Koalitionszwillinge ÖVP und FPÖ gemeinsam“, sagte Hergovich am Dienstag.

"Kein Freund von Personaldebatten" 

Mit Blick auf den Bund und den bevorstehenden SPÖ-Parteitag im März betonte er, „kein Freund von Personaldebatten“ zu sein, sondern von inhaltlichen Diskussionen: „Was wir brauchen, sind mehr Maßnahmen gegen die Teuerung.“ „Froh“ sei er, dass die St. Pöltner Sozialdemokratie „eindeutig als erste durchs Ziel gegangen ist und damit Matthias Stadler weiterhin Bürgermeister bleiben wird“. 

Zur Frage nach dem bevorzugten Koalitionspartner meinte er, die SPÖ in der Landeshauptstadt werde „eine gute Entscheidung treffen“.

Die St. Pöltner hätten „ein Machtwort gesprochen und wünschen sich Veränderung in Richtung Ordnung, Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit“, betonte FPÖ-Spitzenkandidat Landesrat Martin Antauer am Dienstag. Am Nachmittag war ein Gespräch mit SPÖ-Bürgermeister Stadler angesetzt.

Eine „links-linke Regierung“ aus SPÖ und Grünen wäre an den Bedürfnissen der Menschen und am Wählerauftrag vorbei. Echte Veränderung in der Landeshauptstadt sei nur mit den Freiheitlichen möglich, meint Antauer. 

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