Unfrieden nach Treffen zwischen Spitalsrettern und Landesrat Kasser
SPÖ-Delegation John Haas, Renate Haider und NR Alois Schroll mit ÖVP-Landesrat Anton Kasser (2.v.r.).
Unterschiedliche Sichtweisen gibt es nach der Übergabe einer Petition "Krankenhaus Melk erhalten“ der SPÖ Melk mit 13.556 Unterschriften an den zuständigen Landesrat Anton Kasser (ÖVP). Nach dem an sich harmonischen Treffen schießen die Melker Roten scharf gegen Kasser, weil dieser in einer Aussendung mitteilte, dass das NÖ Klinikum Melk ein "starkes medizinisches Zentrum im östlichen Mostviertel“ bleibe und alles in Ordnung sei.
Im Gesundheitsplan 2040+ werde der Standort zum hoch spezialisierten Klinikum mit Schwerpunkt Akutgeriatrie weiterentwickelt. Zusätzlich entstünden über 100 neue Übergangspflegebetten, zentrale Angebote wie die Interne mit Schlaflabor und Wundmanagement bleiben vollständig erhalten, teilte Kasser mit.
Im Klinikenverbund würden tagesklinische Eingriffe und damit Operationen künftig sogar ausgeweitet und planbare Operationen würden im Spital Melk weiter möglich bleiben, ließ Kasser noch wissen. Die Melker "Initiative“ und der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Alois Schroll hätten Verständnis gezeigt, alle offenen Fragen und Ungereimtheiten erklärte der Landesrat für "ausgeräumt“.
Kritik
Die Melker sind da aber ganz anderer Meinung. Der SPÖ-Gemeinderat John Haas war verwundert, dass Kasser nicht die SPÖ als Petitionsinitiator nannte. Die Petition "Krankenhaus Melk erhalten" werde weiterlaufen, kündigte Haas an.
Gemeinderat John Haas, Renate Haider und NR Alois Schroll vor der Übergabe der Unterschriften an LR Anton Kasser.
Schroll war ebenfalls sauer, weil er das Treffen als "formloses“ Gespräch gesehen habe und eine gemeinsame Presseerklärung nicht ausgemacht gewesen sei. Dass "unsere Bedenken ernst genommen wurden, entspricht nicht der Sachlage“, so der Parlamentarier.
Kommentare