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Neunkirchen: Testlauf für Blau und Rot?

Die FPÖ kam bei der Neuwahl nur auf Platz 3. Eine Koalition mit der SPÖ wäre aber ein Vorgeschmack auf die Landtagswahl 2028.
Patrick Wammerl
Zwei Männer vor einem Wahlplakat

Angesagte Revolutionen finden bekanntlich nicht statt. So ist es auch in Neunkirchen, wo die Freiheitlichen eine Art Testballon für die bevorstehende Landtagswahl 2028 gestartet haben. Mit einem Brachial-Wahlkampf, bei denen die Spitzen der Landes- und Bundespartei als Zugpferde vor den Karren gespannt wurden, wollte man der Volkspartei das Fürchten lehren und vor 2028 ein Ausrufezeichen setzen.

FPÖ-Landesgeschäftsführer Helmut Fiedler war angetreten, um den erst zweiten FPÖ-Bürgermeister im Land Niederösterreich zu stellen, „Systemwechsel“ hatte er das Projekt genannt. Dieser strategische Plan ist allerdings mit Platz 3 nicht aufgegangen. Aber der Testballon ist immer noch am Himmel.

Denn Neunkirchen könnte als Modell dafür dienen, was in zwei Jahren im Land möglich wäre, um die ÖVP zu stürzen. Ein Zusammengehen von Blau und Rot gilt nicht nur als reale Gefahr für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. In Neunkirchen liebäugeln SPÖ und FPÖ mit einer ähnlichen Zweckehe. Bleibt abzuwarten, ob die Liebe zur Macht groß genug ist für so eine Koalition.

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