St. Pölten: Betriebszeiten der Busflotte werden ausgeweitet

LUP-Busse werden immer besser angenommen
Auch sonntags sollen die LUP-Busse länger durch die Stadt rollen. Kostenpunkt: rund eine Million Euro.

Für Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) ist er eine „Erfolgsgeschichte“, für VOR-Geschäftsführerin Karin Zipperer ein „Vorzeigemodell“. Die Rede ist vom St. Pöltner Stadtbus LUP, der im Vorjahr rund 5,2 Millionen Fahrgäste transportiert und 2,6 Mio. Jahreskilometer absolviert hat.

Mehrkosten

Geht es nach Stadtchef Stadler und der VOR-Chefin, soll das Öffi-System nun ausgebaut werden. Angedacht ist die Ausweitung der Betriebszeiten auf den Linien 1 bis 9. Der an diesen Tagen jeweils geltende Takt soll zwar beibehalten werden (Montag bis Samstag: Halbstundentakt, Sonntag: Stundentakt), allerdings will die Stadt die Betriebszeiten unter der Woche bis circa 22.30 Uhr ausdehnen, sonntags sollen die Busse bis 20.30 Uhr durch die Landeshauptstadt rollen. Stadler rechnet mit Mehrkosten von rund einer Million Euro, die Fahrplänte könnten bereits im ersten Halbjahr 2021 geändert werden. Nach der nächsten Sitzung des Gemeinderates soll die Umsetzung bereits beschlossene Sache sein – zumindest auf politischer Ebene.

St. Pölten: Betriebszeiten der Busflotte werden ausgeweitet

Stadler und Co. präsentierten die Neuerungen

„Der Wunsch für diese Änderungen kam vor allem seitens der zahlreichen Mitarbeiter des Universitätsklinikums und des Handels, die den LUP aufgrund des derzeitigen Betriebsendes nicht nutzen konnten. Davon profitieren werden aber auch die Gastronomie und ihre Kunden sowie der Kultur- und Veranstaltungssektor in der Stadt“, sagt der Stadtchef. An den Ticketpreisen, betonen Stadler wie auch Zipperer, werde sich nichts ändern.

Schwarzfahrer

Auch wenn die Busflotte von der Bevölkerung gut angenommen wird, wissen die Verantwortlichen, dass es auch immer wieder Kunden gibt, die das Verkehrsmittel ohne zu bezahlen nutzen. Wie berichtet, erwischte die Polizei bei einer Schwerpunktkontrolle, die eigentlich Maskenmuffeln galt, innerhalb kürzester Zeit 34 Schwarzfahrer. Eine Wochenzeitung schrieb sogar vom „Schwarzfahrer-Paradies St. Pölten“.

Kontrollen

Dieser Umstand ist auch dem Verkehrsverbund Ost-Region bekannt. „Es wird weiterhin regelmäßig Schwerpunktaktionen geben“, sagte Zipperer am Donnerstag. Laut der VOR-Geschäftsführerin seien auch immer weniger Menschen ohne gültiges Ticket unterwegs. „Es spricht sich schnell herum, dass wir Kontrollen durchführen.“

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