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KURIER-Redakteure für Social-Media-Recherchen prämiert

Der NÖ Journalismuspreis stand heuer unter dem Motto „Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige“. Auch zwei KURIER-Journalisten wurden ausgezeichnet.
Zwei Personen stehen auf einer Bühne, eine hält eine Urkunde mit der Aufschrift „1. Preis“.

Zusammenfassung

  • Der 16. niederösterreichische Journalismuspreis stand unter dem Motto „Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige“ und wurde an der New Design University verliehen.
  • KURIER-Redakteure wurden für herausragende Social-Media-Recherchen ausgezeichnet, darunter Markus Strohmayer für seine Arbeit zu Cybermobbing und Social-Media-Auswirkungen in Australien.
  • Die Preisverleihung betonte die gesellschaftliche Verantwortung von Medien und Politik sowie die Bedeutung von Qualitätsjournalismus.

Die New Design University in St. Pölten wurde am Dienstag zum Treffpunkt der niederösterreichischen Medienbranche: Dort wurde der 16. niederösterreichische Journalismuspreis verliehen. Unter dem diesjährigen Motto „Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige“ reichten insgesamt 18 Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten ihre Beiträge ein.

Moderatorin Alice Herzog bezeichnete die Universität als einen „Ort voller Kreativität und Innovation“. Daniel Lohninger, Obmann des Vereins zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich, betonte die Ziele der Organisation: „Wir wollen den Journalismus stärken, junge Menschen beim Einstieg unterstützen und ein Netzwerk für Medienschaffende schaffen.“ Der Verein organisiert jährlich ein Stipendienprogramm, in dessen Rahmen dreimonatige Praktika bei Medien- und Kommunikationsunternehmen absolviert werden können.

Auch die Zukunft des Journalismus war ein zentrales Thema des Abends. Wolfgang Egger, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, sprach sich ebenso wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für hochwertigen Qualitätsjournalismus aus. Mikl-Leitner betonte die gesellschaftliche Verantwortung von Politik und Medien: „Beide Berufsstände sind für die Gesellschaft da – wenn auch in unterschiedlichen Rollen.“

Gruppenfoto mit den drei Preisträgern des NÖ Journalismuspreises und mehreren Gratulanten.

Juryvorsitzender Georg Wailand, Moderatorin Alice Herzog sowie die Preisträger Kristina Leitner (1. Preis), Louis Ebner (2. Preis) und Felix Attalah (3. Preis) mit den NÖN-Chefredakteuren Daniel Lohninger und Walter Fahrnberger.

Dem geplanten Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige steht die Landeshauptfrau positiv gegenüber. Auch in der anschließenden Diskussionsrunde herrschte weitgehend Einigkeit über das Vorhaben. An der Diskussion nahmen KURIER-Chefredakteur Martin Gebhart, ORF-NÖ-Chefredakteurin Claudia Schubert, NÖN-Chefredakteur D aniel Lohninger sowie zwei Social-Media-Experten der Raiffeisen Holding teil.

Ein Höhepunkt des Abends war schließlich die Preisverleihung durch Georg Wailand, langjähriger Krone-Journalist und Vorsitzender der Jury. „In der Jury sitzen mehr Menschen als in einer Fußballmannschaft. Das ist nicht immer leicht zu koordinieren, aber wir haben es auch heuer geschafft“, sagte er mit einem Schmunzeln.

Für ein außergewöhnliches Rechercheprojekt wurde Markus Strohmayer, ehemaliger KURIER-Redakteur, mit einem Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichnet. Obwohl er die Altersgrenze für den Nachwuchspreis bereits überschritten hat, entschied sich die Jury aufgrund der Qualität seiner Arbeit für eine Auszeichnung. Derzeit reist er durch Australien, recherchiert vor Ort zum bereits geltenden Social-Media-Verbot für Jugendliche, das seit Dezember 2025 in Kraft ist. Im Fokus seiner Arbeit standen unter anderem Cybermobbing und die Auswirkungen sozialer Medien auf junge Menschen.

Der dritte Platz ging an Felix Attalah, welcher in Schulen recherchierte und dazu einen Radiobeitrag einreichte. Über den zweiten Preis und 3.000 Euro freute sich Louis Ebner, welcher einen Fernsehbeitrag über die soziale Verantwortung beim Verbot einreichte. Der erste Preis und 4.000 Euro gingen an Kristina Leitner. In ihrer Reportage beleuchtet sie die Auswirkungen sozialer Medien auf Körperbilder und beschreibt eindringlich, wie auf Plattformen wie Instagram unrealistische Schönheitsideale verbreitet werden und Dünnsein zum gefährlichen Trend werden kann.

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