© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
12/25/2020

Was man aus den Resten des Weihnachtsessens zaubern kann

Mit dem Kochbuch der Arbeitsgruppe „Lebensmittel im Abfall“ kann man die Reste des Festagsschmaus weiter verarbeiten.

von Sophie Seeböck, Michael Chudik

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Vom üppigen Weihnachtsessen bleibt oft etwas übrig. Dass die sogenannten "Resterl" nicht entsorgt werden müssen, sondern auch oft noch für ein ganzes Menü reichen zeigt das neue Kochbuch „Koch.Kunst – Einfach. Saisonal. Restlos“ der Arbeitsgruppe „Lebensmittel im Abfall“.

An dem Buch, welches vor Kurzem am Rathausplatz vorgestellt wurde, arbeitete auch Irene Bartl von der St. Pöltner Abfallwirtschaft mit. Auf 92 Seiten sind kreative Reste-Rezepte und praktische Tipps zur Lagerung und Verwertung von Lebensmitteln zu finden.

Der KURIER hat hier einige Rezept-Tipps aus dem Buch zusammengetragen: 

Suppenwürze aus Gemüseresten

Vor allem beim Gemüse lohnt es sich, wenn die Reste nicht in den Bio-Müll wandern. Ob Schalen, Anschnitte, Wurzelabschnitte oder Stiele von verschiedenen Gemüsesorten können ganz einfach zu einer Suppenwürze verwertet werden, wie Abfallberaterin Renate Ninaus-Fehrer im Kochbuch (Seite 59) erklärt. 

Es eignen sich zum Beispiel die gut gewaschenen Reste von Karotten, Zwiebeln, Lauch und Zucchini. Diese können über eine Woche in einem feuchten Geschirrtuch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sind genug zusammengekommen, werden diese zerkleinert und auf einem Backpapier im Rohr bei 80 Grad getrocknet.

Nach sieben Stunden sollte auch die letzte Schale ausgetrocknet sein. Im Anschluss werden die Reste nochmals zerkleinert und in einem Glas abgefüllt. Die fertige Suppenwürze hält sich so mehrere Monate.

Gebackene Palatschinken

Sind die Palatschinken nicht ohnehin schon als Frittaten in der selbstgemachten Suppe gelandet, kann man sie auch wunderbar pikant füllen. 

Dafür müssen die Palatschinken nur mit Senf bestrichen werden und mit beliebigen Zutaten wie zum Beispiel Wurst und Käseresten belegt werden. Anschließend werden sie paniert und in Öl gebacken. Rezept auf Seite 80.

Bauernpfanne

Gab es am Vortag eventuell faschierte Laibchen, eignet sich die Bauernpfanne aus dem "Restl-Kochbuch" (Seite 63) optimal zur Verwertung. 

Geschälte und gekochte Erdäpfel (eventuell auch vom Vortag) werden mit den Laibchen in Scheiben in eine Pfanne gelegt und mit Erdäpfel-/Käseresten bedeckt. Schlagobers mit zwei bis drei Eiern versprudeln, darübergießen und dann den Auflauf im Rohr backen.

Erdäpfelpuffer

Wurden die Erdäpfel bereits zu Püree verarbeitet kann man aus den Resten Kartoffelpuffer formen. Gemischt mit Zwiebeln, Paradeisern und Käse können die Laibchen in einer Pfanne gebacken werden. 

Das Rezept finden Sie auf der Seite 57 im Kochbuch. 

Süße Nudelsuppe 

Aus den Nudeln vom Vortag kann auch im Handumdrehen eine süße Suppe werden. Dafür braucht es lediglich warme Milch, Gewürze und Puddingpulver zum Eindicken. 

Die Suppe kann noch beliebig mit Obst, Nüssen oder vielem mehr verfeinert werden. Weitere Tipps finden sich auf Seite 59.

Das Kochbuch als Download 

Auf der Seite der Umweltverbände www.umweltverbaende/stpoelten finden Sie das Buch zum durchblättern und downloaden

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