© FF Ober-Grafendorf

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
05/10/2021

Tödliches Ausweichmanöver: Ort trauert um 24-Jährigen

Polizei sucht fahrerflüchtigen Lenker, der auf der B39 bei St. Pölten zwei Autos überholt haben soll.

von Johannes Weichhart, Sophie Seeböck

 

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„Mach’s gut, mein Freund.“ „Ruhe in Frieden!“.

Es sind Beileidsbekundungen wie diese, die am Montag in sozialen Medien zu finden waren. Freunde, Bekannte und die Familie trauern um Samir D., der Sonntagnacht bei einem Verkehrsunfall zwischen St. Pölten und Ober-Grafendorf ums Leben kam.

Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos

Der 24-Jährige, der seit Jahren in der Region lebte und erst vor ein paar Monaten geheiratet hatte, war mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt und wurde dabei im Wagen eingeklemmt. Obwohl Rettungskräfte rasch zur Stelle waren, konnten sie den jungen Mann nicht mehr retten. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, Samir D. starb noch an der Unfallstelle.

Zeugen wurden befragt

Mittlerweile geht die Polizei davon aus, dass der junge Mann sterben musste, weil ein anderer Autofahrer ein riskantes Überholmanöver getätigt haben soll.

Zeugen berichteten den Ermittlern, dass ein schwarzer Pkw, der auf der B39 Richtung Landeshauptstadt unterwegs war, gegen 21 Uhr zwei Autos überholt haben soll. In der anderen Fahrtrichtung war der 24-Jährige unterwegs, der im letzten Moment dem entgegen kommenden Pkw ausweichen musste, um einen Frontalcrash zu vermeiden. Dabei kam der Lenker mit seinem Auto von der Fahrbahn ab und krachte gegen einen Baum.

Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass der Pkw im vorderen Bereich komplett eingedrückt wurde. Im Motorraum hatte sich zudem bereits ein Feuer entwickelt, das von den Einsatzkräften gelöscht werden musste.

Polizei geht ersten Hinweisen nach

Fest steht, dass der Lenker des schwarzen Pkw nicht stoppte, sondern weiterfuhr. Ob er den Unfall gesehen hat, wird man aber erst dann wissen, wenn er von der Polizei ausgeforscht worden ist. Zurzeit stehe jedenfalls der Verdacht der Fahrerflucht m Raum, heißt es.

„Es gibt bereits einige Hinweise“, berichtet Raimund Schwaigerlehner, Sprecher der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Im Ort sei die Betroffenheit groß, sagt Bürgermeister Rainer Handlfinger im Gespräch mit dem KURIER. „Leider passieren auf dem Straßenabschnitt immer wieder Unfälle. Hier müsste man noch stärker kontrollieren.“

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