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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
08/23/2021

Schüsse in St. Pölten: Jetzt werden immer mehr Details bekannt

Der 36-jährige Türke, der am Samstag auf einen Landsmann gefeuert hatte, sitzt in U-Haft. Die illegale Waffe besaß er seit Jahren.

von Johannes Weichhart

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Nach den Schüssen auf einen 30-jährigen Landsmann am Samstagnachmittag in St. Pölten ist der beschuldigte sechs Jahre ältere türkische Staatsbürger geständig. Er wurde noch am Sonntag in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Die sichergestellte Tatwaffe hatte der 36-Jährige illegal besessen.

KURIER-Informationen zufolge dürfte er sich die Waffe bereits vor sieben Jahren zugelegt haben. "Da helfen die besten Waffengesetze nichts, wenn man Pistolen weiterhin am Schwarzmarkt erwerben kann", schüttelt ein Ermittler den Kopf.

Langjährige Rivalen

Warum es zu den Schüssen gekommen war, blieb Gegenstand weiterer Ermittlungen. Diesbezüglich gebe es divergierende Angaben des Beschuldigten und des Opfers, beide mit Wohnsitz in St. Pölten, sagte Polizeisprecher Heinz Holub. Fest steht jedenfalls, dass es sich bei Opfer (30) und Täter - beide sind türkische Staatsangehörige - um langjährige Rivalen handeln soll.

Bereits in der Vergangenheit soll es zwischen den beiden zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein, dabei kam es auch zu Prügeleien. Der mutmaßliche Täter dürfte zudem in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein, er war amtsbekannt.

Waffe aus Wohnung geholt

Am vergangenen Samstag eskalierte schließlich die Situation. Nach einem Wortgefecht lief der Verdächtige in seine Wohnung, die sich über einem Lokal am Mühlweg befindet, und holte die Faustfeuerwaffe. Dann drückte er zweimal ab. Sein Kontrahent ging zu Boden, er erlitt einen Oberschenkel- und einen Unterschenkeldurchschuss.

Während noch eine Alarmfahndung nach dem Schützen lief, stellte sich der 36-Jährige auf der Polizeiinspektion Linzer Straße. Die mutmaßlich verwendete Faustfeuerwaffe hatte er bei sich.

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