© Johannes Weichhart

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
04/01/2021

Radeln mit Kindern: Wie sicher sind die Wege in St. Pölten?

Ein Test mit der Radlobby zeigt auf: Es gibt noch einige "Schlaglöcher" in der Landeshauptstadt.

von Johannes Weichhart

 

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Die Sonne strahlt vom Himmel, es ist warm, St. Pölten erwacht aus einem langen Winter. Vermehrt sind dieser Tage auch wieder Radfahrer unterwegs, die das rund 165 Kilometer lange Wegenetz (inklusive Katastralgemeinden) in und um die Landeshauptstadt nutzen. Laut Angaben der Stadt werden zehn Prozent aller Verkehrswege mit dem Bike erledigt.

Doch wie familienfreundlich sind die Routen, die von immer mehr Menschen genutzt werden? Der KURIER fuhr mit Mitgliedern der St. Pöltner Radlobby, die sich für bessere Radwege einsetzen, eine Runde durch die City.

Rathausplatz als Kinder-Paradies

Startpunkt ist der Rathausplatz, der sich aufgrund seiner Beschaffenheit ideal für Kinder zum Radfahren eignet. „Vor allem können hier auch die ganz Kleinen mit ihren Laufrädern herumflitzen“, sagt Bernhard Kalteis von der Radlobby. Die Gruppe um Sprecherin Maria Zögernitz hat den Altoona-Park als Ziel ausgewählt. Hier soll bis 2024 ein Kinderkunstlabor entstehen, weshalb künftig auch viele Familien den Park ansteuern werden.

Die erste Überraschung wartet in der Rathausgasse, wo die Bikes aufgrund einer Baustelle geschoben werden müssen. Ein Verkehrszeichen weist auf diesen Umstand hin, allerdings fehlt in weiterer Folge ein Schild, dass das Verbot wieder aufheben würde.

Dann geht es weiter Richtung Promenade. Hier muss eine Kreuzung überquert werden. Kalteis, der seinen Sohn mitgenommen hat, verwendet immer wieder das Wort „Fehlertoleranz“. „Was lassen die Radwege zu, wenn ein Kind einmal vom Weg abkommt. Wie breit sind sie, wie weit ist die Straße entfernt?“, erklärt das Radlobby-Mitglied – die Fehlertoleranz wird bei einigen Wegen vermisst.

Tempo-Limit

Die Gruppe fährt in weiterer Folge auf der Doktor-Karl-Renner-Promenade, auf der Fahrbahn nebenan herrscht für den Auto-Verkehr Tempo 30. Ein paar Meter vor der Kreuzung endet die Geschwindigkeitsbegrenzung. Keine optimale Lösung. Auch bei der Zufahrt zum Altoona-Park werden sich die Verantwortlichen noch Verbesserungen überlegen müssen, betonen die Aktivisten.

Auch die Wege vor einigen Schulen seien nicht kindgerecht, meint Zögernitz. Als Beispiel nennt sie die Volksschule Stattersdorf und die Daniel-Gran-Schule. Über eine Verbreiterung des Traisental-Radweges müsse ebenfalls diskutiert werden. „Hier ist sehr viel los, es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen“, weiß Kalteis.

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