Gemeinsame Schulungen entlasten Betriebe im Waldviertel
Die Suche nach einem Job kann für jeden und jede herausfordernd sein. Wer jedoch eine höhere Ausbildung abschließt, hat es laut dem AMS NÖ später leichter, wieder in Beschäftigung zu kommen. „Qualifizierung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit“, so die Organisation.
Um gleichzeitig die innerbetriebliche Kompetenz zu stärken und Fachkräfte zu fördern, haben sich in den letzten 26 Jahren mehr als 50 Unternehmen im Waldviertel in einem Qualifizierungsverbund zusammengeschlossen. Die Betriebe planen Schulungen zusammen und würden so Kosten sparen, auf Förderungen zugreifen sowie voneinander lernen können, heißt es aus dem AMS.
800 Personen geschult
Im Vorjahr haben knapp 800 Mitarbeitende entsprechende Weiterbildungen im Verbund absolviert – einige von ihnen in der Firma GLS Tanks, die im Bezirk Gmünd emaillierte Stahlbehälter und Silos herstellt. Personalchefin Katharina Sagaster sieht in dem Bündnis eine Möglichkeit, „Schulungen direkt in der Region anzubieten und den organisatorischen Aufwand deutlich zu reduzieren“.
Laut derzeitigen Prognosen wird der demografische Wandel Niederösterreich im Allgemeinen und das Waldviertel im Besonderen treffen. Seitens des AMS wird damit gerechnet, dass die Zahl der Erwerbsfähigen im Waldviertel bis 2050 um mehr als ein Fünftel sinken dürfte.
Während das AMS niederösterreichweit eine Lehrstellenlücke verzeichnet, findet sich im Waldviertel ein Überangebot an freien Lehrplätzen. Zudem dauert es im Waldviertel durchschnittlich zweiundzwanzig Tage länger, bis eine offene Stelle mit einer Arbeitskraft besetzt werden kann.
Um einen Qualifizierungsverbund zu gründen, braucht es laut dem AMS mindestens drei Unternehmen. Die Hälfte der Mitglieder müssen Klein- und Mittelbetriebe sein. Seitens des AMS werden eine externe Beratung sowie Weiterbildungskosten für bestimmte Zielgruppen gefördert. Dazu zählen etwa Personen, die im Falle einer Arbeitslosigkeit voraussichtlich längere Zeit auf Jobsuche sein würden.
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