Prozess wegen versuchten Mordes in Krems: Feuerwehrleute attackiert

Landesgericht Krems.
58-Jähriger soll Brand gelegt und FF-Männer in einem Zimmer eingesperrt haben. Atemschutzträger erlitt nach Angriff eine Rauchgasvergiftung.

Wegen versuchten Mordes und versuchter Brandstiftung steht heute ein 58-jähriger Mann am Landesgericht Krems vor einem Geschworenensenat.

Der Beschuldigte  soll die Feuerwehrleute, die zu einem Brand in Litschau angerückt waren, in seiner Wohnung eingesperrt und weiters einem von ihnen beim Einsatz unter Atemschutz den Schlauch aus dem Lungenautomat gerissen haben. Der Freiwillige musste dadurch gefährliche Rauchgase einatmen.

Feuerwehrleute beim Brandeinsatz am Balkon

Feuerwehrleute beim Brandeinsatz am Balkon des Mehrparteienhauses in Litschau.

Zu dem Einsatz war es im August des Vorjahres in einem Litschauer Mehrparteienhaus gekommen. Der Beschuldigte soll auf seinem Balkon mit Brandbeschleunigern und diversem brennbarem Material Feuer entfacht  und sich dann gegen seine Rettung gewehrt haben. Dabei hat er Einsatzmannschaften behindert und sogar in große Gefahr gebracht.  So soll er Feuerwehrleute in einem Zimmer eingesperrt  und dann auch noch verhöhnt haben.

Brandstelle am Balkon

Das Feuer am Balkon soll der Beschuldigte gelegt haben.

Als sich die Freiwilligen befreit haben,  soll er weiters das Atemschutzgerät eines Feuerwehrmanns attackiert und damit den Mann in eine gefährliche Situation gebracht haben. Der Feuerwehrmann erlitt eine Rauchgasvergiftung.

Dem 58-Jährigen trugen seine Handlungen unter anderem eine Mordanklage ein. Ihm werden aber auch noch andere schwere Delikte vorgeworfen. 

Zwei Tage

Der Prozess ist für den heutigen Donnerstag und den morgigen Freitag angesetzt.  

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