Projekt „NachbarschaftsKultur“: 31 Gemeinden für mehr Miteinander

Das Projekt „NachbarschaftsKultur“ im Waldviertel schafft Orte, an denen Menschen der Einsamkeit entkommen können.
Projekt "NachbarschaftsKultur" im Waldviertel

Einsamkeit und soziale Isolation zählen zu den stillen Herausforderungen unserer Zeit, weshalb Niederösterreich gezielt auf Initiativen setzt, die das Miteinander stärken. „Wir wollen ein Land sein, in dem niemand einsam und allein alt werden muss“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Johanna Mikl-Leitner: Gemeinsam statt einsam

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Wir wollen ein Land sein, in dem niemand einsam und allein alt werden muss“

Man müsse Orte schaffen, an denen Menschen gesehen werden und echte Nähe erfahren. „Daher werden gezielt Nachbarschaftsprojekte, Besuchsdienste und der Austausch zwischen den Generationen gefördert.“ Ein zentraler Baustein sei die 2024 gestartete Initiative „Nachbarschaft leben“, die weit über räumliche Nähe hinausgeht. 

31 Gemeinden, ein Ziel

Wie das konkret gelingt, zeige das Projekt „NachbarschaftsKultur“ im Waldviertel, bei dem 31 Gemeinden ehrenamtliche Hilfe koordinieren, um ältere Menschen möglichst lange aktiv und selbstständig zu halten. Bereits am 9. April findet ein Nachbarschaftsfrühstück in Großsiegharts statt, das den rund 200 Ehrenamtlichen aus den teilnehmenden Gemeinden die Möglichkeit bietet, persönliche Erfahrungen, Motivation und die Wirksamkeit des freiwilligen Engagements auszuloten.

Selbstständigkeit älterer Menschen unterstützen

Mit der Vertragsunterzeichnung zwischen der Kulturregion NÖ und dem Verein NachbarschaftsKultur und der konstituierenden Sitzung wurde im Dezember 2025 offiziell das Projekt „NachbarschaftsKultur im Waldviertel“ gestartet. Der Verein koordiniert ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe über Gemeindegrenzen hinweg. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, ältere Menschen möglichst lange aktiv und selbstständig zu halten und das Ehrenamt als tragende Säule des Miteinanders zu fördern.

Der Kampf gegen Einsamkeit sei eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. „Politik kann Rahmenbedingungen schaffen, aber entscheidend ist das Engagement jedes und jeder Einzelnen.“ Wenn es gelinge, Generationen zu verbinden und das Miteinander aktiv zu leben, „entsteht ein Niederösterreich, das Zusammenhalt, Vertrauen und Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellt und damit Einsamkeit entgegenwirkt“, so Mikl-Leitner.

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