Hooligans auf A2: Feuerwehrauto verunglückte auf Einsatzfahrt
Feuerwehrauto der FF Traiskirchen-Stadt krachte gegen Ampelmast.
Vemutlich gewaltbereite serbische Basketballfans, die ein Spiel einer verfeindeten kroatischen Mannschaft in Wien heimsuchen wollten, sollen am Freitag am späteren Abend auf der Südautobahn für Aufregung und einen massiven Polizeieinsatz gesorgt haben. An die 60 vermummte Personen hatten auf der A2 bei Traiskirchen im Bezirk Baden den Verkehr behindert. Zum doch recht dramatischen Zwischenfall kommen während des Samstags immer mehr Details zutage.
Ein Konvoi von Autos mit ausländischen Kennzeichen hatte gegen 21 Uhr nahe der Autobahnausfahrt Traiskirchen geparkt. Zuvor hatte sie die Polizei mit einem Großaufgebot daran gehindert nach Wien weiter zu fahren. Zwischen 50 und 60 Vermummte dürften dann zu Fuß zurück zum A2-Fahrstreifen gekommen sein und versucht haben, über die Leitschienen auf die Fahrbahn zu kommen.
Viele Notrufe
Es kam zu Verkehrsbehinderungen und aufgeregten Notrufen bei der Polizei. Dabei war von brennenden Fahrzeugen, Massenkarambolagen und aggressiven Unbekannten mit Eisenstangen die Rede.
Angerückte Polizeistreifen haben die Vermummten zurückgedrängt, diese liefen weg und fuhren davon. Dort wo sie geparkt hatten, ließen sie Dutzende Baseballschläger und verbotene Stahruten zurück, schilderte Polizei-Sprecher Johann Baumschlager. Es gab jedenfalls zu dem Zwischenfall keine Berichte über Verletzte oder bedrohte Personen bei dem kuriosen Vorfall. Aufgrund der gefundenden verbotenen Waffen werde aber ermittelt und auch Kontakt mit den serbischen und kroatischen Behörden aufgenommen, so Baumschlager.
Pyrotechnik
Die vermeintlichen brennenden Autos, die Zeugen meldeten, gab es ebenfalls nicht, der Feuerschein dürfte von entzündeten pyrotechnischen Artikeln gestammt haben.
Vier Feuerwehrleute und zwei Pkw-Insassen wurden verletzt.
Zu einem schweren Unfall kam es jedoch im Umfeld des Zwischenfalls auf der A2. Die Feuerwehr Traiskirchen-Stadt war von der Polizei bezüglich des Einsatzes auf der A2 und wegen eines gemeldeten vermeintlich brennenden Autos alarmiert worden. Auf der Einsatzfahrt kam es jedoch zu einem schweren Unfall.
Großeinsatz für die Rettungskräfte.
Auf der B17 im Kreuzungsbereich mit der Autobahnabfahrt Traiskirchen kollidierte ein FF-Auto seitlich mit einem Pkw. Der Lenker des Einsatzfahrzeuges versuchte noch, die Kollision zu vermeiden, verriss dabei jedoch das Fahrzeug und prallte frontal gegen eine Verkehrsampel. Während ein weiteres Feuerwehrfahrzeug die Fahrt Richtung Autobahn fortsetzte, leisteten die übrigen Einsatzkräfte umgehend Erste Hilfe und befreiten ihre Kameraden aus den Unfallfahrzeugen.
Sechs Verletzte
Mehrere Rettungsfahrzeuge des Roten Kreuzes und des Samariterbundes, ein Notarzt sowie der Bezirkseinsatzleiter wurden zur Unfallstelle auf der B17 alarmiert. "Bei dem Unfall wurden insgesamt sechs Personen leicht verletzt“, bestätigte der Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuzes. Nach ersten Informationen handelt es sich dabei um vier Feuerwehrleute sowie zwei Insassen des beteiligten Pkw. Sie wurden in umliegende Spitäler transportiert.
Der Unfall wegen eines eigentlich gar nicht nötigen Einsatzes sei höchst bedauerlich, sagte Polizeisprecher Baumschlager, der von drei verletzten Feuerwehrleuten und zwei verletzten Privatbeteiligten sprach. "Wir wünschen allen Verletzten eine rasche und vollständige Genesung, so Baumschlager.
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