Tierquälerei und Hotelbetrug: Frau in Tulln festgenommen
Polizei verhaftete die Verdächtige.
Was mit dem Anruf einer Hotelmitarbeiterin begann, entpuppte sich als Fall mit weitreichenden Folgen: Die Polizei hat in Tulln eine mutmaßliche Serienbetrügerin festgenommen, die quer durch Österreich Hotels geprellt haben soll – mit zwei Hunden im Gepäck und mehreren falschen Identitäten.
Vor einigen Tagen verständigte eine Mitarbeiterin einer Unterkunft die Polizeiinspektion Tulln. Sie hatte den Verdacht, dass eine Frau, die sich bei ihr eingemietet hatte, ohne zu bezahlen verschwinden wollte – so wie zuvor offenbar bereits in anderen Hotels.
Als die Beamten eintrafen, konfrontierten sie eine 46-jährige rumänische Staatsbürgerin, die mit zwei Hunden in der Unterkunft lebte, mit dem Verdacht. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Frau im Bezirk Tulln schon Tage zuvor in einem anderen Hotel gewohnt und dieses ebenfalls ohne Begleichung der Rechnung verlassen hatte.
Spur führt bis in die Steiermark
Die Ermittlungen weiteten sich rasch aus: In Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Lebring konnten der Beschuldigten weitere Tatorte im Bezirk Leibnitz (Steiermark) zugeordnet werden.
Insgesamt wurden vier Betrugstaten aus dem Zeitraum zwischen 8. und 20. Dezember 2025 festgestellt. Dabei soll die Frau unter zwei verschiedenen Identitäten aufgetreten sein.
Hunde abgenommen – Verdacht auf Tierquälerei
Während der Amtshandlung in Tulln wurde auch eine Amtstierärztin der Bezirkshauptmannschaft beigezogen. Sie ordnete die Abnahme der beiden Hunde an, da einer der Vierbeiner stark unterernährt war. Neben dem Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug stehen nun auch Urkundenfälschung und Tierquälerei im Raum.
Die 46-Jährige zeigte sich zu den Vorwürfen nicht geständig, sie sitzt nun in der Justizanstalt Krems.
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