Ungültige Pickerl: Mechaniker in Krems vor Gericht
Symbolbild Prüfplakette
Am Montag musste sich ein ehemaliger Werkstattbetreiber vor dem Landesgericht Krems verantworten. Dem 36-Jährigen wurde unter anderem Amtsmissbrauch vorgeworfen. Er soll Prüfplaketten unrechtmäßig an einem Fahrzeug und einem Anhänger angebracht haben, so die Anklage.
Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste der Kfz-Mechaniker seine Firma im Vorjahr schließen. Bei der Rückgabe der ungelochten Pickerl behielt er zwei Plaketten, die er bereits für Auto und Anhänger vorgesehen hatte.
Er brachte sie nach einer Begutachtung an – ohne jedoch die Kontrolle im entsprechenden System einzutragen und einen Prüfbericht anzufertigen, da ihm bereits der Zugang entzogen worden war. Somit waren die Pickerl ungültig. Das ordnungswidrige Vorgehen fiel dem Fahrzeugbesitzer erst auf, als er bei einer nächsten Überprüfung in einer anderen Werkstätte darauf angesprochen wurde.
12 Monate bedingte Haft
Der Angeklagte zeigte sich geständig und gab an, damals unter anderem aufgrund seines Drogenkonsums in einem psychischen Ausnahmezustand gewesen zu sein. Er wurde wegen Amtsmissbrauch sowie wegen Nötigung und Körperverletzung gegenüber seiner Ex-Frau zu 12 Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe rechtskräftig verurteilt.
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