Obdachlose kämpfen mit winterlicher Kälte

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In St. Pölten ruft die Emmausgemeinschaft zur Unterstützung Obdachloser in NÖ auf.

Von Laura Ramoser

Sobald die Temperaturen kälter werden, rückt das Thema Obdachlosigkeit wieder mehr in den Fokus. Aber nicht nur im Winter ist Obdachlosigkeit ein ernst zunehmendes Thema. Es ist ein ganzjähriges Problem – auch in Niederösterreich.

Gerade in einem weiträumigen Bundesland wie NÖ ist es für Sozialarbeitende unmöglich, Obdachlose aktiv aufzusuchen. Umso wichtiger sind Einrichtungen zum Aufwärmen, zum Essen. So bietet etwa die Gemeinschaft Emmaus St. Pölten Unterstützung in Form von Tageszentren, Notschlafstellen und Wohnhäusern.

Kapazitäten ausgelastet

Doch die Kapazitäten sind entsprechend ausgelastet. Durchschnittlich müsse man jeden zweiten Tag Menschen einen Platz in der Notschlafstelle "Auffangnetz“ verwehren, heißt es vonseiten der Organisation. „Wichtig ist, dass wir nicht über die Köpfe von Menschen entscheiden, sondern gemeinsam mit ihnen Wege aus der Not finden", sagt Petra Brandhuber, Geschäftsführerin von Emmaus.

Jeder Mensch hat das Recht auf Würde – auch wenn er gerade kein Dach über dem Kopf hat“, so Brandhuber weiter. Ob Sachspende, Geldspende, eine eigene Spendenaktion oder freiwillige Mitarbeit – es gibt viele Möglichkeiten zu unterstützen.

Sachspenden

Im Tageszentrum Kalvarienberg werden etwa Sachspenden, wie Hygieneartikel – Duschgel, Shampoo, Deo, Einwegrasierer – erbeten. Jene Sachspenden können entweder direkt in das Tageszentrum Kalvarienberg oder in die Hauptverwaltung von Emmaus zu den jeweiligen Öffnungszeiten gebracht werden.

Infos zu den Initiativen sowie Unterstützungseinrichtungen der Emmaus unter emmaus.at.

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