Nach brutalem Raubüberfall in Krems: Auftraggeber fasst Haftstrafe aus

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Nachdem der Haupttäter im Mai verurteilt wurde, wurde nun der Hintermann (42) ausgeforscht und stand vor Gericht.

Die Polizei hat einen Raubüberfall auf einen 67-jährigen Mann in Brunnkirchen, Bezirk Krems, aufgeklärt. Der Vorfall ereignete sich bereits im November 2024. Nachdem der Haupttäter bereits im Mai vor Gericht stand, wurde nun der Auftraggeber ausgeforscht und am Landesgericht Krems zu  neuen Jahren Haft (nicht rechtskräftig) verurteilt.

Ein vorerst unbekannter Täter drang in die Wohnung des 67-Jährigen ein, bedrohte ihn und verletzte ihn mit mehreren Messerstichen im Brustbereich. Danach raubte der Täter laut Polizei die Armbanduhr seines Opfers und flüchtete. Der 67-Jährige erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und musste im Universitätsklinikum St. Pölten notoperiert werden.

Täter ein Tag nach dem Raub ausgeforscht

Bereits einen Tag nach der Tat konnte ein 26-jähriger österreichischer Staatsbürger aus Wien als mutmaßlicher Täter identifiziert werden. Er wurde am Abend des 23. November 2024 in Linz festgenommen. Bei seiner Einvernahme zeigte sich der Verdächtige laut Polizeibericht umfassend geständig und wurde in die Justizanstalt Krems eingeliefert. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs stellten die Ermittler rund 900 Gramm Kokain und eine größere Bargeldsumme sicher.

Im Zuge weiterer Ermittlungen durch die Raubgruppe des Landeskriminalamts NÖ soll dem damals 26-Jährigen auch ein Diebstahl von vier hochpreisigen Armbanduhren im Wert von etwa 93.000 Euro in Wien nachgewiesen worden sein. Zudem wird ihm eine gefährliche Drohung mit einer Faustfeuerwaffe bei einer Auseinandersetzung auf einer Tankstelle in Wien-Floridsdorf vorgeworfen. 

Weitergabe von Drogen im Wert von 60.000 Euro

Die Suchtmittelermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte am Schmuggel und der Weitergabe von rund zehn Kilogramm Kokain sowie je zwei Kilogramm Ecstasy und Amphetamin beteiligt gewesen sein soll. Die Polizei beziffert den Wert der Drogen auf insgesamt 60.000 Euro. 

Als mutmaßlicher Hintermann wurde ein 42-jähriger holländischer Staatsbürger ausgeforscht, der im Juli 2025 nach Österreich ausgeliefert wurde. Nun wurde bekannt, dass er bei der Hauptverhandlung am Landesgericht Krems im Dezember zu neun Jahren Haft verurteilt worden ist. Der Wiener fasste bereits im Mai eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren aus. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. 

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