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Besonderer Besuch: Retter überraschen Patientin im Krankenhaus

Sie erlitt einen Herz-Kreislaufstillstand und wurde dank erfolgreicher Reanimation gerettet. Die Sanitäter überraschten die Gerasdorferin an ihrem Geburtstag im Krankenhaus.
Retter besuchen Patientin

Ende Februar klagte eine 48-jährige Frau bei Hochzeitsfeierlichkeiten in der Familie plötzlich über Brustschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sofort fuhr der RTW-C vom Roten Kreuz in Gerasdorf (Bezirk Korneuburg) los und traf in knapp zehn Minuten beim Einsatzort ein. Parallel dazu wurde bereits das Notarzteinsatzfahrzeug aus Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) alarmiert. „Dann ging alles sehr schnell“, berichtet Notfallsanitäter Josef Strieg vom Roten Kreuz Gerasdorf.

„Die Frau erlitt einen Herz-Kreislaufstillstand und wir begannen sofort mit der Reanimation – in so einem Fall ist sofortiges Handeln gefragt, hier zählt jede Minute“, schildert der Notfallsanitäter in einer Aussendung des Roten Kreuzes. Die Reanimation verlief erfolgreich und die Patientin konnte umgehend in ein Krankenhaus transportiert werden. Heute befindet sich Nevenka J. bereits auf dem Weg der Besserung und darf voraussichtlich in den nächsten Tagen das Krankenhaus verlassen, um dann baldigst ihre Reha anzutreten.

Patientin wollte „ihr Rotkreuz-Team“ kennenlernen

„Wir waren unglaublich froh, dass hier so schnell und professionell gehandelt wurde“, erklärt Ehemann Willi. Die Patientin selbst äußerte bereits den Wunsch, irgendwann einmal „ihr Rotkreuz-Team“ kennenlernen zu wollen. „Deshalb haben wir gleich beim Roten Kreuz nachgefragt, ob sie vielleicht sogar als Überraschungsgäste zum Geburtstag von Nevenka ins Krankenhaus kommen können. Und diese Überraschung ist voll und ganz gelungen“, freut sich ihr Ehemann.

Retter besuchen Patientin

Die Rotkreuz-Notfallsanitäter Raphael Reichberger, Josef Strieg und Rettungssanitäterin Angelina Grillari überraschten  Nevenka J., der sie das Leben gerettet haben, zu ihrem Geburtstag. 

Die beiden Rotkreuz-Notfallsanitäter Josef Strieg und Raphael Reichberger sowie Rettungssanitäterin Angelina Grillari – alle drei sind ehrenamtlich beim Roten Kreuz NÖ tätig – freuten sich riesig über die Anfrage und machten sich auf den Weg nach Wien

„Ich bin einfach nur dankbar“

Im Krankenhaus gab es sogar kleine Geschenke für das Geburtstagskind. „Das größte Geschenk aber ist, dass ich das erleben darf“, meint Nevenka. „Man nimmt es immer als selbstverständlich, dass die Rettung kommt – aber wenn man das einmal selbst erleben muss, wie diese Menschen jederzeit kommen und kompetent helfen, ist das etwas ganz anderes. Ich bin einfach nur dankbar und muss das alles erst verarbeiten.“

„Unser gesamtes Team wünscht ihr alles, alles Gute“, sagt Strieg und ergänzt: „Für uns ist es ein besonders schönes Erlebnis, auch später einmal unsere Patientinnen und Patienten wieder treffen zu dürfen – in diesem Fall natürlich ganz besonders. Es ist schon ein sehr emotionaler Moment, wenn wir nach einer Lebensrettung zu Besuch kommen können – und in diesem Fall sozusagen gleich doppelt Geburtstag feiern dürfen.“

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