NÖ: 420 Anzeigen bei internationaler Schwerpunktaktion auf A4
Die Schwerpunktaktion war erfolgreich.
420 Anzeigen sind im Rahmen einer zweitägigen internationalen Schwerpunktaktion auf dem Verkehrskontrollplatz in Bruck an der Leitha entlang der Ostautobahn (A4) erfolgt.
Insgesamt wurden 37 Busse kontrolliert, in 33 Fällen gab es Beanstandungen. Zwölf Kennzeichen wurden aufgrund von Mängeln abgenommen, rund 52.000 Euro an Organstrafverfügungen und vorläufigen Sicherheitsleistungen eingehoben, zog die niederösterreichische Polizei am Donnerstag in einer Aussendung Bilanz.
213 Anzeigen erfolgten wegen schwerer technischer Mängel. 168 Mal wurden Verstöße gegen die Sozialvorschriften geahndet. In 20 Fällen wurden strafrechtlich relevante Manipulationen an Fahrerkarten oder Kontrollgeräten festgestellt und zur Anzeige gebracht. Zwei Buslenker wurden in einem durch Drogen beeinträchtigten Zustand erwischt. Ein weiterer Chauffeur ist wegen seines körperlichen und geistigen Zustandes ebenfalls seinen Führerschein los, hieß es. Auch die Finanzpolizei schritt in mehreren Fällen ein.
"Zeichen gegen technische Mängel und Umgehung von Sozialvorschriften"
"Diese Kontrollaktion wurde gleichzeitig auf Hauptverkehrsrouten in Österreich und Tschechien durchgeführt. Wir haben uns auf Busunternehmen konzentriert, da es in diesem Sektor in der Vergangenheit zu erheblichen Verstößen in Bezug auf Lenkzeiten, Ruhezeiten und Sicherheit gekommen ist", erklärte der Exekutivdirektor der Europäischen Arbeitsbehörde European Labour Authority (ELA), Cosmin Boiangiu. Mit der Aktion werde "ein klares Zeichen gegen technische Mängel und die Umgehung von Sozialvorschriften im internationalen Schwerverkehr" gesetzt, sagte Niederösterreichs Landespolizeidirektor Franz Popp.
Zwei Polizisten kontrollieren einen Lkw.
15 Einsatzkräfte waren dabei
Der Kontrollschwerpunkt lag auf dem internationalen Personenverkehr zwischen Deutschland und Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Albanien. Koordiniert wurde die Aktion am Dienstag und Mittwoch, an der rund 60 Einsatzkräfte beteiligt waren, vom Innenministerium zusammen mit der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich und ELA. Die Kontrollen fanden in Abstimmung mit dem Finanz- und Verkehrsministerium und den Landesverkehrsabteilungen aus Wien, dem Burgenland und der Steiermark statt. 15 Einsatzkräfte aus Deutschland, Kroatien, Slowenien und Tschechien nahmen teil.
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