Niederösterreich rüstet mit 13 neuen Wasserpegel-Stationen auf
Niederösterreich erweitert sein Wasserpegel-Messnetz um 13 neue Stationen. Die zusätzlichen Messstellen sollen Hochwasserprognosen verbessern und im Ernstfall eine raschere Reaktion ermöglichen.
Künftig liefern insgesamt 150 fernübertragene Messstationen Echtzeitdaten zur aktuellen Wasserlage in Niederösterreichs Gewässern. Ergänzt wird das System durch ebenso viele Messstellen für Niederschläge und Grundwasserstände. Die Daten dienen als Entscheidungsgrundlage für Einsatzorganisationen und stehen auch der Bevölkerung online zur Verfügung. Aktuelle Wasserstände, Durchflussmengen und Niederschläge können unter www.wasserstand-niederoesterreich.at abgerufen werden.
Die neuen Pegelstationen ergänzen damit ein landesweites Frühwarnsystem, das Wasserstände kontinuierlich überwacht und Hochwasserentwicklung möglichst frühzeitig erkennbar machen soll. Die neuen Stationen sollen sowohl hochwassergefährdete Regionen erfassen als auch eine flächendeckende Überwachung im gesamten Bundesland gewährleisten.
Die 13 neuen Wasserpegel-Stationen befinden sich an folgenden Standorten:
- Seebsbach in Aigen (Waidhofen/Thaya)
- Spitzerbach in Elsarn (Krems)
- Laimbach in Laimbach (Melk)
- Kleiner Göllersbach in Kleinstetteldorf (Hollabrunn)
- Schliefaubach in Schliefau (Scheibbs)
- Melk in Lachau (Melk)
- Mank in Hörsdorf (Melk)
- Halbach bei Haxenmühle (Lilienfeld)
- Gablitzbach in Purkersdorf (St. Pölten Land)
- Frauenbach in Winzendorf (Wiener Neustadt)
- Prosettbach in Winzendorf (Wiener Neustadt)
- Johannesbach in Urschendorf (Neunkirchen)
- Warme Fischa in Wiener Neustadt (Wiener Neustadt)
An 59 Stationen an der Donau und ihren größeren Nebenflüssen werden zudem Hochwasserprognosen berechnet. Damit verfügt Niederösterreich über mehr Prognosestationen als alle anderen Bundesländer zusammen. Derzeit werden zusätzliche Wettermodelle in die bestehenden Systeme integriert. Künftig sollen damit auch längerfristige Trendanalysen möglich sein, die über die bisherigen Prognosezeiträume von 24 bis 48 Stunden hinausgehen.
„Hochwasserprognosen und Frühwarnungen sind ein entscheidender Faktor, um bei drohenden Hochwässern rasch reagieren zu können", betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Der Ausbau der Messstellen sei ein weiterer Schritt, um Niederösterreich auf zukünftige Naturkatastrophen vorzubereiten.
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