Uni-Klinikum St. Pölten: Große Änderung in der Neurochirurgie

Vom Wiener Uni-Spital nach St. Pölten: Christian Dorfer steht seit 2026 an der Spitze der Neurochirurgie.
Anton Kasser und Christian Dorfer

Mit Jahresbeginn 2026 hat das Universitätsklinikum St. Pölten einen neuen Leiter für seine Klinische Abteilung für Neurochirurgie: Der international tätige Arzt Christian Dorfer übernimmt die Funktion und bringt langjährige Erfahrung aus Klinik, Forschung und Universitätsmedizin mit.

Der gebürtige Kärntner studierte Medizin an der Medizinische Universität Wien, wo er auch seine Facharztausbildung absolvierte. Seit 2013 ist er Facharzt für Neurochirurgie, später folgten die Habilitation sowie ein MBA im Gesundheitsmanagement. 

Zuletzt war Dorfer stellvertretender Leiter der Universitätsklinik für Neurochirurgie in Wien, zusätzlich verfügt er über die Zusatzqualifikation Intensivmedizin.

Internationale Erfahrung und chirurgische Schwerpunkte

Einen wichtigen Teil seiner Ausbildung absolvierte Dorfer bei einem einjährigen Aufenthalt am Hospital for Sick Children der University of Toronto. Dort vertiefte er unter anderem seine chirurgischen Techniken und sammelte internationale Erfahrung.

Seine medizinischen Schwerpunkte liegen vor allem in der Neuroonkologie, der Epilepsiechirurgie bei Kindern und Erwachsenen sowie in modernen minimal-invasiven Operationsverfahren.

Forschung und internationale Facharbeit

Neben seiner klinischen Tätigkeit ist Dorfer auch wissenschaftlich stark vernetzt und an zahlreichen internationalen Forschungsprojekten beteiligt. 

Er engagiert sich zudem in mehreren Fachgesellschaften und gilt als Mitbegründer sowie Präsident der International Epilepsy Surgery Society. Lehre und Nachwuchsförderung zählen laut Klinik ebenfalls zu seinen zentralen Aufgabenfeldern.

Klinik setzt auf Weiterentwicklung

Mit der Bestellung wolle man die hohe Qualität der neurochirurgischen Versorgung sichern und das medizinische Angebot weiterentwickeln, betonte ÖVP-Landesrat Anton Kasser, der für die Spitäler zuständig ist. Gleichzeitig soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Hauses weiter gestärkt werden.

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