Kein Trinkwasser durch PFAS: Gemeinde Pölla arbeitet an Lösung

Es ist empfehlenswert, Wasser in seiner natürlichen Form zu trinken.
Seit über zwei Wochen sind die Menschen in Neupölla auf abgefülltes Wasser angewiesen. Tests laufen, an Lösungen wird gearbeitet.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Neupölla (Zwettl) müssen seit Ende Jänner vorübergehend auf Leitungswasser verzichten. Die Gemeinde stellt die Versorgung derzeit über das Kaufhaus Hörndl sicher. Jede Person erhält wöchentlich sechs 1,5-Liter-Flaschen kostenlos.

Parallel prüft die Gemeinde, ob die Wasserversorgung über die Nachbarortschaft Altpölla mithilfe eines Wasseranmischverfahrens möglich wäre, wie Vizebürgermeisterin Sandra Warnung (ÖVP) sagt. Durch das Verdünnen mit sauberem Wasser könnte die Qualität des belasteten Trinkwassers in Neupölla verbessert werden. Entsprechende Proben wurden bereits entnommen. 

Ursache weiterhin unklar

Grund für die Einschränkung: Bei Trinkwasseruntersuchungen wurde eine erhöhte PFAS-Konzentration festgestellt, die über dem erlaubten Grenzwert liegt. PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe von Industriechemikalien. Das belastete Wasser darf nicht getrunken werden – auch nicht abgekocht. Waschen, Duschen, Körperpflege und Reinigung ist jedoch weiterhin möglich.

Genauere Informationen über die aktuelle Belastung oder die Ursache der Verunreinigung liegen derzeit noch nicht vor, so Warnung. Die Ergebnisse der entnommenen Wasserproben werden in ein bis zwei Wochen erwartet.

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