"Hilfe im eigenen Land" startet mit Kreativität und Herzenswärme ins neue Jahr
Tillmann Fuchs (l.) mit Sissi und Erwin Pröll beim Neujahrsempfang des Vereins "Hilfe im eigenen Land" im Ernst Fuchs Museum.
Unbürokratisch, rasch und sofort helfen - diesem Leitsatz hat sich der Verein "Hilfe im eigenen Land" verschrieben. Und das seit mehr als 60 Jahren. In dieser Zeit wurde mit etwa 46 Millionen Euro Menschen in Notlagen geholfen. Diese Zahl präsentierte Dorli Draxler den Gästen des Neujahrsempfangs von "Hilfe im eigenen Land".
Dieser fand heuer erstmals in der Otto Wagner Villa in Wien statt. Sissi Pröll, Präsidentin des Vereins, war Tillmann Fuchs dankbar, der Einblicke in das Refugium seines verstorbenen Vaters gab. "Für meinen Vater hat das Haus viel bedeutet", berichtete er, wie Künstler Ernst Fuchs zum ersten Mal im Kindesalter mit seiner Mutter an der Villa vorbeispaziert ist und gesagt hat: "Mama, wenn ich groß bin, schenke ich dir dieses Haus."
Mit Künstlerfreunden die Otto Wagner Villa besetzt
Familie Fuchs war nicht wohlhabend, aber als das Haus geschliffen werden sollte, um dort ein Tankstelle zu errichten, wurde er aktiv. "Mein Vater hat das Haus mit seinen Künstlerfreunden besetzt und dann auf Kredit gekauft", schildert Tillmann Fuchs. Und so wurde die Otto Wagner Villa zu einem Kunstwerk.
Die Musikgruppe "BabaYaga" brachte Schwung in den Neujahrsempfang, was der Vereinspräsidentin sehr gefiel. Denn die Band ist multikulturell besetzt. "Wir wollen Frieden bringen und zeigen, dass ein Miteinander funktioniert", meinte die Radlbrunnerin (Bezirk Hollabrunn). Das Ernst Fuchs Museum sei ein Haus voller Kreativität, die Pröll ebenfalls beeindruckte. Sie rief die Unterstützer des Vereins auf, anderen Menschen unter die Arme zu greifen und auch, sie in die Arme zu nehmen, denn: "Jeder Mensch braucht Herzenswärme und Beachtung."
"Helfen Sie, dann wird es Ihnen gut gehen"
Denn "die höchste Forme der Hilfsbereitschaft ist die Nächstenliebe", ist sie überzeugt. Und Hilfe verändere die Gesellschaft in die Richtung, wie sie sein soll. Helfen bedeute außerdem, anderen Hoffnung zu geben. Darum rief Pröll auf: "Helfen Sie, dann wird es Ihnen gut gehen."
Geholfen haben in den vergangenen 61 Jahren der Vereinsgeschichte bereits viele Menschen. Im Vorjahr gingen darum 840.000 Euro an 200 Familien in Not.
"BabaYaga" spielten wieder auf und die mehr als 150 Gäste konnten gar nicht genug bekommen. Zu den mystischen Klängen shakte auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit Begeisterung. Nach dem offiziellen Teil ging's ums Vernetzen in gemütlicher, kreativer Atmosphäre. Für die Kreativität hatte Ernst Fuchs schon gesorgt. Die Winzer aus dem Bezirk Hollabrunn - Michaela und Andreas Pröll, Daniela und Fritz Hagenbüchl sowie Manfred Zöhrer - waren für die Gemütlichkeit zuständig und schenkten Wein, Frizzante und Säfte aus.
Beeindruckende Kunst und gute Gespräche
ÖFB-Präsident Josef Pröll nutzte den festliche Rahmen ebenso zum Plaudern, wie Schauspieler Rudi Roubinek, Militärkommandant Georg Härtinger oder Moderatorin Vera Russwurm. Auf das neue Jahr angestoßen wurde ebenso mit Autor Michael Schottenberg oder Moderatorin Barbara Stöckl. Schauspieler Aaron Karl war beeindruckt von der Kunst im Museum. Radweltmeister Philipp Kaider war ebenso unter den Gästen zu erblicken.
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