Leichtsinnige tschechische Tourenskigeher vom Dürrenstein gerettet

Vierköpfige Gruppe war mit Langlaufskiern unterwegs und geriet in Not. Bergretter und Alpinpolizisten rückten bei Extremwetter zur Rettung aus.
Helfer stiegen zur Rettungsaktion auf
Alle bereits am Donnerstag bekannten Warnungen vor dem extremen Wintereinbruch hat eine tschechische Gruppe nicht vor einer Tour auf den 1878 Meter hohen Dürrenstein in den Ybbstaler Alpen abgehalten. 
Ein 50-jähriger Vater startete gegen 6 Uhr früh gemeinsam mit seinen beiden Töchtern (17 und 21 Jahre) sowie dem 22-jährigen Freund der älteren Tochter eine Tour mit Langlaufskiern auf den Dürrenstein.
Retter am Weg zur Menschen in Bergnot

Durch dichten Schnee kämpften sich die Retter zu den Hilfesuchenden durch.

 Die Route führte über den Höllgraben zur Ybbstalerhütte weiter in Richtung Gipfel. Etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels gerieten die beiden Töchter wegen steiler Abbrüche in Panik, woraufhin der Vater gegen 18.45 Uhr den Notruf absetzte.
Infolge der widrigen Wetterverhältnisse und bis zu einem Meter Neuschnee gelangten die 16 Einsatzkräfte der Bergrettung sowie zwei Bedienstete der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei gegen 22.50 Uhr zu den vier in Bergnot geratenen tschechischen Staatsbürgern. Der Abstieg erfolgte über die Legsteinhütte und die Ybbstalerhütte, wobei eine Person teilweise getragen werden musste. Um 02.30 Uhr erreichten die Personen wieder ihren Ausgangspunkt.
Retter am Weg zu Hilfesuchenden

Um 22.50 Uhr trafen Bergretter und Alpinpolizisten bei den vier Teschechen am Berg ein.

Da sowohl die Tourenplanung als auch die Ausrüstung und das Zeitmanagement mangelhaft gewesen sein dürften, wird die Verrechnung des Einsatzes derzeit geprüft.

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