Kritik an Horner Kaserne: „Vieles lässt sich leicht verbessern“

Kritik an Zuständen in der Horner Radetzky-Kaserne.
Präsenzdiener beschwerten sich bei der Parlamentarischen Bundesheerkommission bei deren Visite in der Radetzky-Kaserne. SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer beschwichtigt.

Kritik an baulichen Mängeln, am Prozedere bei Essensausgabe und Duschen haben Rekruten bei einem Besuch der Parlamentarischen Bundesheerkommission in der Radetzky-Kaserne in Horn geäußert – der KURIER berichtete. Anlass für die Visite sei diese Kritik aber nicht gewesen, sagt SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer: "Es war ein routinemäßiger Prüfbesuch, dabei sprechen wir mit Offizieren, Unteroffizieren und Rekruten.“

Missstände in der Kaserne seien angesprochen worden, von Schikanen, wie ebenfalls behauptet, sei jedoch nicht die Rede gewesen, stellt Laimer klar. "Die Situation ist nicht dramatisch. Einiges kann relativ einfach verbessert werden und das passiert ja auch.“ Die Kaserne an sich sei "zu klein, es gibt zu wenige Nasszellen, sie ist aber nicht desolat.“ Dass Soldaten unter Zeitdruck duschen müssen, sei verbesserungswürdig.

Rotes Barett der Garde

Doch Laimer betont: „Die Rekruten sind motiviert und wollen das rote Barett der Garde tragen. Man muss berücksichtigen, dass sie erst am Beginn ihrer Ausbildung stehen, da wird sich vielleicht noch einiges relativieren.“

Bauliche Mängel

Dass es Verbesserungspotenzial in der Horner Kaserne gibt, bestätigt auch Heeressprecher Michael Bauer. "Es bestehen bauliche Mängel“, so Bauer. Erste Missstände hätten die Zuständigen bereits beseitigt. An "grundsätzlichen Rahmenbedingungen“, wie einem hohen Zeitdruck beim Essen und Duschen, könne jedoch nichts geändert werden. Die Kaserne sei jedenfalls froh, "Hilfestellungen“ bei der Verbesserung erhalten zu haben.

 

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