© Kirchenwirt, Familie Wildeis

Chronik Niederösterreich Krems
06/25/2021

Wachauer Wirt: "Nicht geändert hat sich die Liebe zum Beruf und zu den Gästen"

Im Kirchenwirt wurde die Pandemie für Um- und Neubauten genutzt. Nun werden Gäste wieder in gewohnter Freude empfangen.

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Wer eine Wanderung oder Radtour entlang des Welterbesteigs in Weißenkirchen in der Wachau unternimmt, den führt der Weg direkt vorbei an der Restaurantterrasse und den Gewölbestuben des „Kirchenwirt“.

Im Hotel-Restaurant Kirchenwirt Wachau, erwartet die Gäste im Herzen des Weltkulturerbes traditionelles Ambiente und feinste Gourmetküche. Die Geschichte des Kirchenwirt reicht bereits über 40 Jahren zurück.

Vom Gasthaus zum Hotel und Restaurant

Als Gasthaus eröffneten damals Martha und Friedrich Köck den Kirchenwirt. Nur wenige Jahre darauf wurde dort den Gästen die ersten Zimmer als Bleibe geboten. Weitere Zimmer folgten mit dem Kauf und Umbau des ehemaliges Wohnhauses mit Atelier des bekannten Wachauer Malers Johann Nepomuk Gellert, dem heutigen „Gellerhaus“.

Im „Arkadenhof“ finden sich heute neben Doppelzimmern auch Veranstaltungsräume. Mittlerweile zählt der Betrieb 80 Hotelbetten. Übernommen hat Manuela Wildeis den elterlichen Betrieb 2013 und führt den Familienbetrieb in zweiter Generation – gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian Wildeis, der 2019 in den Betrieb eingestiegen ist.

Saisonale Spezialitäten

Im Kirchenwirt wird österreichische Hausmannskost auf Haubenniveau je nach Saison geboten. Zu den Spezialitäten des Hauses gehören vor allem Rehgerichte, sowie Marillenknödel und die Waldviertler Gans´l im Spätherbst.

Während der Pandemie wurde viel Zeit und Energie in die Räumlichkeiten des Betriebes gesteckt. Das Personalhaus und die Bäder im Gellerhaus seien umgebaut und ein Carport samt Photovoltaikanlage neugebaut worden.

Haubenrestaurant

Dieses Jahr stellte sich der Kirchenwirt mit seiner Restaurantküche erneut der Bewertung im Gault Millau, steigerte sich etwas im Vergleich zum Vorjahr und ergatterte 12 Punkte. Damit steht der Kirchenwirt für hohes Haubenniveau.

Menschen wollen wieder Gastronomie erleben 

Nachdem viele Monate im vergangenen Jahr mit Umbauarbeiten und digitalen und ökologischen Modernisierungsarbeiten überbrückt wurden, freut man sich nun wieder Gäste kulinarisch verwöhnen zu dürfen. „Das Geschäft läuft für uns sehr zufriedenstellend, jedoch nicht stürmend oder hektisch“, sagt Gastronom Christian Wildeis.

Die Nachfrage, die Gastronomie wieder hautnah zu erleben, ist groß. „Die Leute wollen wie früher im Restaurant Essen und Qualität und Service genießen und nicht aufbereitete beziehungsweise eingepackte Speisen konsumieren“, sagt Wildeis.

Auch unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern würde eine gute Stimmung herrschen, so der Gastronom. Die Gäste sowie die Gastgeber hätten jedenfalls Freude wieder genießen zu können und seien dankbar, dass es die Gastronomie wieder gibt.

Vom Gasthaus, das im Jahr 1979 eröffnete bis zum heutigen 4 Sterne Hotel mit Haubenrestaurant, habe sich so manches geändert, lässt Gastronom Christian Wildeis die Geschichte des Kirchenwirt Revue passieren. Doch eines blieb all die Jahre gleich: „Nicht geändert hat sich die Liebe zum Beruf und zu den Gästen."

Von Verena Huber

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