© Bergrettung Wachau

Chronik Niederösterreich Krems
11/14/2021

Bergrettung Wachau im Einsatz: 26-Jähriger stürzte in die Tiefe

Seine Partnerin konnte schlimmere Verletzungen verhindern. Durch den Nebel und die Finsternis gestaltete sich der Einsatz schwierig.

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Ein junges Paar aus dem Bezirk St. Pölten nutzte das Wochenende für eine Klettertour auf der bekannten Mehrseillängen Route „Wachauer Grat“. Dabei stürzte der 26-Jährige im Vorstieg in der 13. Seillänge aufgrund eines Steines, der sich gelöst hatte, in die Tiefe. Der Sturz konnte von der sichernden Partnerin laut Angaben der Bergrettung Wachau aber gehalten werden, sodass ein weiterer Absturz und schwerere Verletzungen verhindert werden konnten.

Der Kletterer zog sich nur Verletzungen am Knöchel zu, die ein Weiterkommen allerdings nicht mehr möglich machten. Die Bergrettung Wachau wurde um kurz nach 16 Uhr noch vor Einbruch der Dunkelheit alarmiert. Zwölf Retter machten sich wenig später von der Fesslhütte über die Kanzel auf den Weg zum Verunfallten.

"Durch den einfallenden Nebel und die Dunkelheit sowie das viele feuchte Laub wurde der Abstieg und die Suche bereits herausfordernd und eine Bergung mittels Hubschrauber unmöglich", heißt es vonseiten der Bergrettung. Der Patient wurde erstversorgt und mittels Vakuummatratze und Gebirgstrage für den Abtransport vorbereitet.

Dichter Nebel

In der Zwischenzeit wurden drei Sicherungspunkte von den Bergrettern vorbereitet. Ein Abtransport war nur nach oben möglich, sodass mittels Mannschaftsflaschenzügen und Seilsicherung der Verletzte in der Gebirgstrage über 150 Höhenmeter äußerst unwegsames, steiles und vor allem rutschiges Gelände geborgen werden musste. Der weitere Abtransport erfolgte bei dichtestem Nebel und mittlerweile kalten Temperaturen im Bergrettungsbus. Der Verletzte konnte um etwa 20 Uhr in Scheibenhof an das Rote Kreuz übergeben werden.

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