Fehlleistungen bei Operationen?
Der Arzt soll nicht nur unrechtmäßig Geld genommen haben, er soll auch nicht immer ordentlich gearbeitet haben. Ein Mitarbeiter des Klinikums berichtet von mehreren „deutlichen Operationsfehlleistungen“. Ein Patient soll nach einer Wirbelsäulenoperation inkontinent und bettlägerig geblieben sein, während bei einer anderen Patientin aufgrund eines fehlerhaften Eingriffs die Mobilität stark eingeschränkt wurde.
Das Universitätsklinikum St. Pölten hat sich mittlerweile von dem Arzt getrennt. In einer gemeinsamen Vereinbarung wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Die Vorständin des Klinikums, Elisabeth Bräutigam, erklärte, dass die Klinik erst kürzlich von den Vorwürfen erfahren habe und nun eine interne Untersuchung eingeleitet werde. Sie betonte jedoch, dass das Krankenhaus kein Privatspital sei und alle Mitarbeiter die gleichen Vorgaben einhalten müssten.
Der betroffene Arzt wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass die OP-Termine nach Dringlichkeit vergeben worden seien. Die Anschuldigungen über bevorzugte Behandlung und mangelhafte Operationen wurden von ihm entschieden abgelehnt.
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