Großer Andrang: Erzbischof Josef Grünwidl ist auf Tour
Erzbischof Josef Grünwidl hielt eine Messe im Dom zu Wiener Neustadt.
Zuletzt waren Gotteshäuser in Österreich in den Schlagzeilen, weil sie spärlich besucht bzw. gänzlich verwaist sind, oder mitunter sogar zum Verkauf stehen. Aktuell hat es den Anschein, als ob mit der Weihe von Josef Grünwidl zum neuen Erzbischof genau das Gegenteil der Fall ist.
Weil viele bei der Bischofsweihe am 24. Jänner im Wiener Stephansdom keinen Platz mehr fanden, hat sich die Erzdiözese Wien ganz bewusst dazu entschieden, eine Art Antrittstour zu starten, erklärt Sprecher Georg Schimmerl. Am Freitag platzte der Wiener Neustädter Dom aus allen Nähten, als der Erzbischof zum ersten großen Gottesdienst seit seiner Weihe lud.
Die Wahl fiel nicht von ungefähr auf Wiener Neustadt. Josef Grünwidl ist mit dem Vikariat Süd eng verwurzelt. Er war von 1991 bis 1993 Kurat der Dompfarre Wiener Neustadt und zwischen 1998 und 2014 Pfarrer in Kirchberg am Wechsel, Feistritz, St. Corona und Trattenbach im südlichen Niederösterreich. Von 2014 bis 2023 war Grünwidl Pfarrmoderator in Perchtoldsdorf und von 2016 bis 2023 auch Dechant des gleichnamigen Dekanats.
Messe in Heimatpfarre
Dementsprechend groß war der Andrang auf den Gottesdienst Freitag Abend in Wiener Neustadt. Nur gegen Voranmeldung war es möglich, einen Platz im Dom zu bekommen und den Worten des neuen Erzbischofs zu lauschen. Wer leer ausging, konnte die Messe via Livestream auf Radio Maria verfolgen.
Zahlreiche Gläubige wohnten am Freitag dem Gottesdienst von Erzbischof Josef Grünwidl im Dom zu Wiener Neustadt bei.
Ein ähnliches Griss gibt es um den Auftritt des Erzbischofs am Samstag in Wullersdorf im Bezirk Hollabrunn. Warum ausgerechnet Wullersdorf? Weil dies die Heimatgemeinde des neuen Erzbischofs ist. Der Andrang auf einen Platz in der Prandtauer-Kirche ist ebenso groß. „Mein Enkerl ist einer der Ministranten“, fiebert eine Großmutter dem Tag bereits entgegen.
Erzbischof Josef Grünwidl hielt eine Messe im Dom zu Wiener Neustadt.
Bevor Grünwidl im Oktober Erzbischof geworden ist, hat er im September noch eine Messe in Immendorf, einer Katastralgemeinde von Wullersdorf, gelesen. „Er ist so ein bodenständiger Mensch und kommt aus einer guten Bauernfamilie“, wurde der Wullersdorfer Bürgermeister Richard Hogl in den NÖN damals zitiert. Da schilderte er, dass er die Predigten von Grünwidl sehr schätze: „Da kann man sich Gedanken fürs Leben mitnehmen.“
Da hier ebenfalls mit Hunderten Gästen zu rechnen ist, wird der Gottesdienst am Samstag – er beginnt um 14.30 Uhr – via Livestream auf YouTube zu sehen sein (Eucharistiefeier mit dem neuen Erzbischof Josef Grünwidl am 14.2.2026 in der Pfarrkirche Wullersdorf).
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