Drohnenangriff auf Kaserne: Jagdkommando übte in der Uniklinik
Verletzte werden im Rahmen der Übung zur Triage vor die Unfallabteilung des Universitätsklinikums Wiener Neustadt-Hochegg gebracht.
Ein Drohnenangriff auf ein Kasernengelände mit zahlreichen Opfern und Verletzten: Dieses Szenario bildete die Grundlage einer gemeinsamen Großschadensübung des Jagdkommandos und
des Universitätsklinikums Wiener Neustadt.
Insgesamt wurden dreißig Patientinnen und Patienten eingeliefert, darunter acht Schwerverletzte der höchsten Triage-Kategorie. Ziel der Übung war es, „die Abläufe im Ernstfall unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen weiter zu optimieren“, hieß es in einer Aussendung.
Stationsleiterin Sandra Korb, Ärztlicher Direktor Ojan Assadian sowie Johannes Lanzerstorfer zogen nach der Großschadenübung eine positive Bilanz der Zusammenarbeit.
„Ein koordiniertes Vorgehen, rasche Entscheidungen und eine reibungslose Zusammenarbeit sind bei Großschadensereignissen entscheidend. Um genau diese Prozesse zu trainieren und weiterzuentwickeln, fand eine umfassende Großschadensübung gemeinsam mit dem Jagdkommando des Österreichischen Bundesheeres statt“, hieß es vonseiten der Klinik.
Statisten mimten die schwer verletzten Patienten
Das Szenario ging von einem Drohnenanschlag auf ein Kasernengelände aus. Die Statisten stellten Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Verletzungsmustern – darunter schwere Explosions- und Brandverletzungen – dar. Ziel war ein möglichst realistisches Einsatzgeschehen.
Abläufe festigen
Wie Krankenhaus-Direktor Ojan Assadian erklärt, sind Großschadensereignisse „glücklicherweise selten – gerade deshalb müssen wir sie regelmäßig und unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren. Nur durch das gemeinsame Üben mit unseren Partnerorganisationen können Abläufe gefestigt, Schnittstellen optimiert und die bestmögliche Versorgung vieler Schwerverletzter innerhalb kürzester Zeit sichergestellt werden.“
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