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Chronik Niederösterreich
07/08/2022

Herzstillstand nach Wespenstich: Ärzte retteten Mann das Leben

Gerhard Winkler war nach mehreren Stichen dem Tod schon sehr nahe. Er überlebte, weil rasch Hilfe da war.

von Johannes Weichhart

An die Attacke selbst, kann sich Gerhard Winkler noch ganz genau erinnern. „Während einer Autofahrt geriet eine Wespe durchs Fenster ins Fahrzeug. Sie stach mich dreimal in den Rücken“, erzählt er. „Rasch danach ging es mir schlecht. Ich konnte noch rechts zufahren und aussteigen, dann weiß ich nichts mehr. Plötzlich sah ich meine verstorbene Großmutter neben mir stehen. Sie hat mir auf den Kopf geklopft und gesagt: Steh auf!".

Kein Herzschlag mehr

Doch der Familienvater hatte großes Glück. Ein Notarztteam war rasch vor Ort, gemeinsam mit dem Roten Kreuz begann nach am Unfallort die Wiederbelebung. Aufgrund eines allergischen Schocks, hatte Winkler keinen Herzaschlag mehr. Nach der Erstversorgung wurde er auf die Intensivstation des Landesklinikums Neunkirchen gebracht.


 

„Der Patient war jung und fit, was ein erheblicher Vorteil war. Dadurch entstand kein Folgeversagen eines Organs. Herr Winkler wurde mit einem Spezialgerät 24 Stunden auf eine sehr niedrige Körpertemperatur gebracht, um sein Gehirn maximal zu schützen. Dabei wurde jede seiner Körperfunktionen genauestens überwacht. Dafür haben wir Intensivstationen“, berichtet Martin Uffmann, Ärztlicher Direktor des Landesklinikums.

"Rufen Sie sofort 144"

Laut Michael Hüpfl, Vorstand der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Landesklinikum, konnte das Wespenstich-Opfer bereits wieder entlassen werden.

Hüpfels Rat: „Wenn Sie Atemnot, Schwindel oder Kreislaufprobleme spüren, sind das absolute Warnzeichen, dass Sie in Richtung eines allergischen Schocks gehen. Rufen Sie sofort 144 oder greifen Sie zu Ihrem Injektionsgerät Epipen, den Menschen mit Allergieneigung immer mit sich führen sollten.“

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