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Chronik Niederösterreich
10/31/2020

Güterzug in St. Valentin entgleist: Sperre und Verzögerungen

Nach Entgleisung Freitagabend wurde Schienenersatzverkehr im westlichen Niederösterreich eingerichtet. Von der Streckensperre betroffen sind Fern- und Regionalverbindungen.

Im Bahnhof von St. Valentin (Bezirk Amstetten) ist am späten Freitagabend ein Güterzug entgleist. Das teilten die ÖBB mit. Verletzt wurde demnach niemand. Die Oberleitung sowie die Gleise wurden allerdings stark beschädigt, was eine Sperre und Zugverspätungen entlang der Weststrecke zur Folge hat. Für den Regionalverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen im westlichen Niederösterreich eingerichtet. Warum der Zug entgleiste, ist unklar. "Das wird sich in den nächsten Tagen und Wochen herausstellen, wenn die Gutachten und technischen Sachverständigen den Vorfall untersucht haben", erklärt ein ÖBB-Sprecher am Samstag.

Laut ersten KURIER-Informationen wollte der Zug bei einem sogenannten Vorsignal stehen bleiben, da das Signal Halten angezeigt hatte. Der Lokführer löste deshalb die Bremsen für alle Waggons aus. Als er sah, dass aber das Hauptsignal auf grün steht, ist er wieder losgefahren. Er beschleunigte, hatte aber noch die Bremsen aktiviert, so soll es zur Entgleisung gekommen sein.

Insgesamt neun Wagen entgleisten gegen 22.45 Uhr. Betroffen war ein mit Kohle beladener Zug, der von Polen nach Linz unterwegs war. "Die ÖBB-Instandsetzungsmannschaften haben umgehend mit der Schadensbehebung begonnen. Seit 5  Uhr stehen wieder zwei Gleise für den Personenfernverkehr und Güterverkehr zur Verfügung", hieß es vonseiten der ÖBB.

Von der Streckensperre betroffen sind Samstagvormittag nur mehr Regionalverbindungen. Einen Schienenersatzverkehr gibt es von St. Peter-Seitenstetten nach St. Valentin sowie von St. Valentin nach Ernsthofen. Es kommen Busse und Dieselloks zum Einsatz, heißt es von den ÖBB. Die Aufräumarbeiten im Unfallbereich werden noch mindestens 48 Stunden dauern.

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