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Chronik Niederösterreich
07/13/2022

Großeinsatz wegen Brand auf Bundesheer-Gelände

22 Feuerwehren mussten zu dem Flurbrand im Bezirk Wiener Neustadt ausrücken.

von Josef Kleinrath

Ein Brand auf einem Bundesheer-Gelände im Raum Ebenfurth (Bezirk Wiener Neustadt) hat am Mittwoch zu einem Großeinsatz geführt. Aufgeboten waren an Ort und Stelle in Summe rund 750 Personen. Gelöscht wurde auch mithilfe von vier Hubschraubern des Innenministeriums und zwei Helikoptern des Heeres. Am Abend war die Lage Feuerwehrangaben zufolge unter Kontrolle. Laut Militärkommando NÖ wurde die Ausbreitung der Flammen auf ziviles Gebiet verhindert.

Der Brand war in einem Munitionslager in Großmittel ausgebrochen, wie Heeressprecher Michael Bauer mitteilte. In einer ersten Einschätzung ging Bauer von Selbstentzündung aus. Eine militärische Übung habe es an Ort und Stelle nicht gegeben, wurde betont.

Wind als Problem

Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Eduard Schlögl hatte der Brand gegen 13.30 Uhr seinen Lauf genommen. Aufgrund des herrschenden Windes hätten sich die Flammen in Richtung eines Föhrenwaldes ausgebreitet. Der Einsatz auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Großmittel und damit auf militärischem Sperrgebiet gestaltete sich durchaus heikel. Schlögl berichtete im Gespräch mit der APA von „mehreren Detonationen aufgrund von Blindgängern“, die sich im betroffenen Gebiet ereignet hätten. Die gesamte Brandfläche wurde vom Bezirkskommando Wiener Neustadt am Abend mit 150 Hektar beziffert.

Um ein weiteres Übergreifen der Flammen zu verhindern, wurden sogenannte Riegelstellungen aufgebaut. Schützenpanzer des Panzergrenadierbataillons 35 wühlten zudem laut Militärkommando gezielt Erde auf und zogen so Brandschneisen.

In den Bezirk Wiener Neustadt ausgerückt waren neben 22 Feuerwehren sowie 4 KHD-Zügen, Polizei und Rettung auch Mitglieder des ABC-Abwehrzentrums. Ebenfalls angefordert wurden zwei Löschfahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr Wien. Zur unmittelbaren Brandbekämpfung entsandte das Innenministerium drei Hubschrauber, ein mit Wärmebildkamera ausgerüsteter Helikopter erkundete laut einer Aussendung mit dem Brandsachverständigen die Lage. Seitens des Bundesheeres wurden zwei Hubschrauber des Typs Alouette 3 aufgeboten.
Obwohl die Lage abends unter Kontrolle war, waren die Löscharbeiten zunächst nicht abgeschlossen. Zu beseitigen waren weiterhin Glutnester. Vom Militärkommando angekündigt wurde außerdem eine Brandwache in der Nacht auf Donnerstag.

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