Finanznöte: Ein Freibad in NÖ öffnet ohne Bademeister
Im Hollabrunner Freibad startet der Betrieb Mitte Mai. Heuer gibt es eine Neuerung bei den Öffnungszeiten, damit reagiert die Stadt auf einen Wunsch aus der Bevölkerung: Im Stadtbad werden an einem Tag die Öffnungszeiten verlängert. Jeden Dienstag kann bis 20 Uhr geschwommen werden. An allen anderen Tagen schließt das Stadtbad ab Juni um 19 Uhr.
Kein Personal
Anfang Juni eröffnet das Freibad in Krumbach (Bezirk Wiener Neustadt) seine Pforten, ebenfalls mit einer Neuerung, aber einer einschneidenderen als in Hollabrunn: „Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der zunehmend schwierigen Suche nach ausreichend qualifiziertem Badeaufsichtspersonal ist ein regulärer Badebetrieb mit Kassier- und Aufsichtspersonal derzeit leider nicht möglich“, informiert Bürgermeister Christian Stacherl in einer Aussendung.
Das Bad kann daher bei freiem Eintritt benutzt werden. Dadurch entfallen zwar die Eintrittsgelder, gleichzeitig können jedoch Personalkosten reduziert werden. „Auf diese Weise kann der Betrieb des Freibades weiterhin sichergestellt werden“, so Stacherl.
Keine Badeaufsicht
Konkret bedeutet das für Krumbach: Die Bürger haben zwar ihr Freibad, aber ohne Kassier und Badeaufsicht. Das Personal für das Badbuffet soll „einen Blick auf das Becken“ haben.
Die Marktgemeinde appelliert eindringlich, wie es in der Aussendung heißt, an alle Besucherinnen und Besucher, Eigenverantwortung zu übernehmen und auf Sicherheit, Sauberkeit sowie gegenseitige Rücksichtnahme zu achten. Die Wasserqualität bleibe erhalten, regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen werden durchgeführt.
„Es ist uns ein großes Anliegen, das Freibad trotz wirtschaftlicher Herausforderungen weiterzuführen“, so der Bürgermeister. Mit dem dem freien Eintritt möchte die Gemeinde allen Familien, Kindern und Erholungssuchenden trotzdem einen unkomplizierten Zugang zum Schwimmbad ermöglichen.
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