© APA/BKF BADEN/STEFAN SCHNEIDER

Chronik Niederösterreich
04/05/2020

Feuerwehr rettete Biber bei Autobahnauffahrt im Bezirk Baden

Autofahrer hatte über Notruf Beobachtung gemeldet. Einsatzkräfte holten Biber aus Gestrüpp und brachten ihn in eine Au.

Im Bezirk Baden ist die Feuerwehr am Samstag zu einem nicht alltäglichen Einsatz gerufen worden. Ein Autofahrer hatte gemeldet, dass sich bei der Auffahrtsrampe der Südautobahn (A2) in Traiskirchen Richtung Wien ein Biber befinde. Feuerwehrleuten gelang es, ihn einzufangen. Das Tier wurde anschließend ins Augebiet von Traiskirchen gebracht und unverletzt wieder in Freiheit entlassen.

Die Meldung von der Biber-Sichtung erreichte die Helfer über den Feuerwehrnotruf 122. „Was sich anfänglich wie ein Scherz anhörte, entsprach jedoch der Wirklichkeit“, so die Feuerwehr Traiskirchen am Sonntag in einer Aussendung.

Beim Ankommen der Einsatzkräfte flüchtete der kleine Gesell zunächst ins nahe Gestrüpp. Wie er an die Auffahrtsrampe gelangt war, die sich mehr als einen Kilometer vom nächsten natürlichen Lebensraum für so ein Wildtier befindet, konnte man sich nicht erklären.

Weil sich ein Biber im Normalfall nicht so einfach einfangen lässt, versuchten Feuerwehrleute, ihn mittels Holztafeln, Brettern und mit zwei Steckleiterteile und weiterem Sicherungsmaterial, einzukreisen. Nach einiger Zeit gelang es, das stattliche Tier, das es sich zwischenzeitlich im Gestrüpp gemütlich gemacht hatte, in eine Transportkiste zu verfrachten. Danach wurde er im Augebiet Traiskirchen, direkt neben dem Schwechat-Fluss, unverletzt wieder in seinen natürlichen Lebensraum freigelassen.

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