Ära ging zu Ende: Feuerwehr-Rochade im größten Bezirk des Landes

Nach zwei Funktionsperioden ist Schluss: Die Wahl im Bezirk St. Pölten bringt neue Köpfe an die Spitze.
Max Ovecka, Mateusz Fryn, Romano Casoria, Richard Kraus, Georg Schröder

Im größten Feuerwehrbezirk Niederösterreichs ist eine Ära zu Ende gegangen: Nach zwei Funktionsperioden verabschiedeten sich Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Georg Schröder und sein Stellvertreter Brandrat Max Ovecka planmäßig aus ihren Funktionen.

Bei der Wahl in der Arbeiterkammer St. Pölten würdigten 231 Feuerwehrkommandanten und ein Stellvertreter aus 124 Feuerwehren die beiden mit Standing Ovations. Für ihre Verdienste erhielten sie den Ehrendienstgrad.

Neue Spitze gewählt

Zum neuen Bezirksfeuerwehrkommandanten wurde Oberbrandrat Mateusz Fryn von der FF St. Pölten-Stadt gewählt. Sein Stellvertreter ist künftig Brandrat Richard Kraus von der FF Raipoltenbach. Auch in mehreren Abschnitten des Bezirks kam es zu personellen Veränderungen.

Ein Kommandant mit über 3.500 Einsätzen

Fryn (36) begann seine Feuerwehrlaufbahn im Jahr 2000 bei der Feuerwehrjugend St. Pölten-Stadt. Seit 2005 im Aktivdienst, übernahm er zahlreiche Führungsfunktionen, zuletzt als Abschnittsfeuerwehrkommandant. 

Auf Landesebene engagiert er sich in mehreren Fachgremien und leitet seit 2024 die Bereichsalarmzentrale St. Pölten. Mit mehr als 3.500 absolvierten Einsätzen bringt er umfassende Erfahrung mit.

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Die Wahl fand in der Arbeiterkammer statt.

Sein Stellvertreter Richard Kraus (54) ist seit 1985 Mitglied der Feuerwehr. Vom Feuerwehrjugendbetreuer über Feuerwehrkommandant bis zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten führte ihn sein Weg nun an die Bezirksspitze.

Für Kontinuität im Verwaltungsdienst sorgt weiterhin Romano Casoria als Leiter des Verwaltungsdienstes im Bezirksfeuerwehrkommando.

Beeindruckende Bilanz des Bezirks

Der Feuerwehrbezirk St. Pölten zählt 124 Feuerwehren mit insgesamt 9.208 Mitgliedern – darunter 6.765 aktive Kräfte sowie 798 Jugendliche.

9.999 Einsätze

Im Jahr 2025 rückten die Feuerwehren zu 9.999 Einsätzen aus – statistisch gesehen alle 53 Minuten. Dabei leisteten 50.243 Feuerwehrmitglieder rund 74.671 Stunden ehrenamtlichen Einsatz und retteten 243 Menschen sowie 122 Tiere aus Notlagen.

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