Femizid in Niederösterreich: Beschuldigter zeigt sich geständig
Der Beschuldigte hat die Tat nun gestanden.
Nach der Tötung einer 38-Jährigen in Sooß (Bezirk Baden) am Sonntagabend hat sich der beschuldigte 47-jährige Ehemann geständig gezeigt. Das bestätigte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, am Dienstag auf Anfrage.
Das vorläufige Obduktionsergebnis lag indes noch nicht vor. Hinsichtlich des Motivs des 47-Jährigen machte der Behördensprecher keine näheren Angaben.
Zwischen dem Paar, das vier minderjährige Kinder hat, soll es Medienberichten zufolge vermehrt zu Streit gekommen sein. Verübt worden war die Tat am Ostersonntag gegen 18.30 Uhr. Die Frau wurde mit Stich- und Schussverletzungen im Garten eines Wohnhauses aufgefunden. Der 47-Jährige hatte die Polizei selbst angerufen, anschließend erfolgte die Festnahme. Die Untersuchungshaft wurde verhängt. Befristet ist diese vorerst bis zum 20. April.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, unter anderem Hilfe und Informationen bei folgenden Adressen:
- Frauen-Helpline: online unter frauenhelpline.at und telefonisch unter 0800-222-555
- Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): online unter aoef.at
- Frauenhaus-Notruf: unter 057722
- Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217
- Polizei-Notruf: 133
Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Auf der Webseite finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
Sichergestellt wurde eine mögliche Tatwaffe, eine Neun-Millimeter-Pistole. Diese dürfte der Beschuldigte illegal besessen haben. Der 47-Jährige habe angegeben, die Waffe "in Wien von einem Unbekannten erworben" zu haben, sagte Habitzl.
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