Empörung nach Kundgebung bei Mahnmal in Wöllersdorf
Kundgebung zu Mahnmal
Am Samstag wurden auf dem Gelände des Mahnmals Transparente mit Parolen wie „Remigration“ gezeigt. Laut Spenger sollen dabei auch Aussagen gefallen sein, die sich gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen richten und im Widerspruch zu demokratischen und humanistischen Grundwerten stehen. Der SPÖ-Politiker sieht darin Anknüpfungspunkte an rechtsextreme Ideologien und übt scharfe Kritik.
„Das lehne ich entschieden ab“, betonte Spenger. Gleichzeitig fordert er eine lückenlose Untersuchung der Vorfälle. Besonders brisant sei der Ort der Kundgebung: Das Mahnmal habe eine klare historische und politische Bedeutung und dürfe nicht für andere Zwecke instrumentalisiert werden.
Ort mit schwerer Geschichte
Das Mahnmal in Wöllersdorf wurde 1974 errichtet und erinnert an ein dunkles Kapitel der österreichischen Geschichte. Es steht auf dem Gelände eines ehemaligen Anhaltelagers und ist dem Gedenken an jene gewidmet, die sich 1934 gegen die Errichtung des Austrofaschismus stellten.
Im Zentrum stehen dabei Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die im Kampf für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte ihr Leben oder ihre Freiheit verloren haben. Für Spenger ist deshalb klar: „Das Mahnmal ist ein Ort des antifaschistischen Gedenkens – und bleibt es.“
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