Häuser gestürmt: Das steckt hinter Polizei-Großeinsatz in NÖ
Der Polizeieinsatz in Ebreichsdorf.
Ein Polizei-Großeinsatz in Ebreichsdorf hat in der Nacht auf Dienstag für gehöriges Aufsehen im Bezirk Baden gesorgt: Wie die Landespolizeidirektion NÖ bestätigt, standen zivile und uniformierte Beamte gemeinsam mit der Sondereinsatzgruppe SIG (Schnelle Interventionsgruppe) im Einsatz.
Gleich vier Adressen im Stadtgebiet wurden gleichzeitig observiert. Auslöser für den massiven Polizeieinsatz soll eine Nötigung bzw. gefährliche Drohung mit Schusswaffen gewesen sein.
Der Polizeieinsatz in Ebreichsdorf.
SIG-Beamte stürmten Wohnung
Gegen 22.30 Uhr erfolgte in der Wiener Straße der erste Zugriff. Schwer bewaffnete SIG-Beamte mit automatischen Waffen, Helmen und entsprechender Schutzausrüstung stürmten eine Wohnung in einem Mehrparteien-Wohnhaus. Parallel dazu wurden weitere Adressen überwacht, teilweise auch unter Einsatz einer Drohne.
Kurz darauf kam es in einem Siedlungsgebiet zu einem weiteren Zugriff: Die Beamten verschafften sich mit einem Rammbock Zutritt zu einem Einfamilienhaus und sicherten das Objekt. Anschließend wurde das Gebäude von Kriminalbeamten durchsucht.
Kurioses Detail: Um Mitternacht wurde der laufende Großeinsatz durch einen weiteren Alarm unterbrochen. In unmittelbarer Nähe – bei einem Juwelier in der Wiener Straße – versuchte ein mit Sturmmaske vermummter Mann in das Geschäftslokal einzubrechen. Dabei wurde der Alarm ausgelöst, woraufhin der Täter flüchtete. Trotz intensiver Fahndung und erneutem Drohneneinsatz konnte der Verdächtige flüchten.
Schwere Nötigung mit Schusswaffe
Was die Hintergründe für den Großeinsatz anbelangt, gab die Landespolizeidirektion NÖ Auskunft: "Im Zuge einer schweren Nötigung mit einer Schusswaffe kam es insgesamt zu vier Hausdurchsuchungen“, erklärte der Sprecher der LPD NÖ, Stefan Loidl.
Weitere Details werden aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht bekannt gegeben.
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