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Donaubrücke in NÖ wird saniert: "He, da ist gesperrt!"

Das Fahrverbot für Autos, Lkws und Motorräder ist seit Montagfrüh in Kraft. Die Gemeinde beobachtet die Lage genau.
Eine grüne Stahlbrücke mit Baustellenabsperrungen, Verkehrsschildern und roter Ampel, zwei Personen gehen auf dem Gehweg.

Der beißende Geruch frischer Farbe liegt am Montagmittag über der Donaubrücke zwischen Stein und Mautern. Feucht schimmern die neu gezogenen Bodenmarkierungen auf dem Asphalt. Zusammen mit einer kürzlich eingerichteten Signalanlage geben die Leitlinien vor, wie das historische Bauwerk in den kommenden Jahren überquert werden darf.

Seit dem 18. Mai ist die baufällige Brücke aus Sicherheitsgründen nur noch einstreifig und eingeschränkt befahrbar. Die Teilsperre soll voraussichtlich bis zur Fertigstellung einer Ersatzbrücke im März 2029 bestehen.

Zu Fuß, per Rad oder mit dem Moped sowie Mopedauto kann die Strecke in dieser Zeit wie gewohnt zurückgelegt werden. Auch landwirtschaftliche Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von fünf Tonnen dürfen passieren. Übrige Verkehrsteilnehmer, darunter Autos, Lkws und Motorräder, müssen auf die St. Pöltner Brücke ausweichen – ein Umweg von rund 3,7 Kilometer.

Einspielen

Trotz Beschilderung steuern einige Pkws am ersten Tag der Teilsperre den Zugangsbereich der Brücke an. Weit kommen die meisten nicht.

Ein schwarzer Audi mit Kremser Kennzeichen wird etwa von einem Mitarbeiter des Niederösterreichischen Straßendienstes mit ausladenden Armbewegungen und den Worten „He, da ist gesperrt“ abgefangen. Der Lenker eines weißen BMW aus Tulln muss ebenfalls von den anwesenden Arbeitern über die Verkehrslage aufgeklärt werden, er ist nicht der letzte. Allen Maßnahmen zum Trotz rollen einzelne Autos dennoch über die gesperrte Brücke.

Verkehrsschilder verbieten Autos und Motorräder, ausgenommen Traktoren bis 5 Tonnen und Motorfahräder, mit Hinweis auf querende Fußgänger.

Mehrere Straßenschilder weisen auf die neuen Regelungen hin.

Die Situation müsse sich noch einspielen, so ein Mitarbeiter des Straßendienstes vor Ort. Morgens habe die Exekutive unterstützt, prinzipiell sei bisher jedoch alles reibungslos verlaufen. Derzeit treffe der Straßendienst letzte Vorbereitungen. So werde etwa die Ampel inklusive Bodensensoren final eingerichtet. Seitens der Polizei heißt es ebenfalls, dass es bisher zu keinen Zwischenfällen gekommen sei.

„Erheblicher Rückstau“

Bürgermeister Peter Molnar (SPÖ) hatte im Vorfeld vor einem drohenden „Verkehrschaos“ gewarnt. Derzeit werde die Situation genau beobachtet. So habe die Stadtgemeinde bereits eine vermehrte Belastung an einigen Kreuzungen wahrgenommen, sowie an der Auffahrt zur St. Pöltner Brücke. Hier sei es zu einem „erheblichen Rückstau“ gekommen. Gespräche mit der örtlichen Polizei würden stattfinden.

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