Chronik | Niederösterreich
02.10.2018

DNA-Analyse: Wolf riss Ziegen und Schafe im Bezirk Tulln

Vorfall vor einigen Tagen in St. Andrä-Wördern. Gleichzeitig "erfolgreiche Vergrämung" im Bezirk Gmünd.

Nach dem Riss von fünf Ziegen und zwei Schafen in Hadersfeld in der Gemeinde St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) vor einigen Tagen steht nun laut DNA-Analyse fest, dass ein Wolf am Werk gewesen ist. Das gab das Amt der niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung für Forstwirtschaft, am Dienstag in einer Aussendung bekannt. Weiters wurde eine "erfolgreiche Vergrämung" im Bezirk Gmünd gemeldet.

VetMed untersuchte DNA-Proben

Die Veterinärmedizinische Universität hatte nach Rissen im Bezirk Tulln DNA-Proben genommen. Diese ergaben laut Aussendung, dass der Wolf aus der italienischen bzw. Westalpen-Population stammt. "Weitere Genotypisierungen sollen zeigen, ob das Individuum bereits bekannt ist", hieß es.

Außerdem sei im Bezirk Gmünd ein Wolf im Nahebereich einer Pferdekoppel mittels Gummigeschoss - gemäß einem dafür ausgestellten Bescheid - erfolgreich vergrämt worden.

Jagdgesetz in NÖ geändert

Nach Diskussionen über Wolfsrisse und -sichtungen hat der niederösterreichische Landtag am 20. September eine Änderung des Jagdgesetzes beschlossen, die bei Gefahr einen rascheren Abschuss von "Problemwölfen" ermöglichen soll.