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Chronik Niederösterreich
09/10/2019

Bruck an der Leitha will das Nationalstadion nun doch nicht

Nach Diskussionen findet Bürgermeister Gerhard Weil nun, dass Wien der optimale Standort wäre.

von Katharina Zach

Dass Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) vergangene Woche Bruck/Leitha als Standort für das neue Nationalstadion ins Spiel gebracht hat, sorgte prompt für Aufregung in der Region. Sofort meldeten sich ÖVP und sogar seine eigene Bezirkspartei zu Wort und betonten, dass Bruck und Umgebung durch Verkehr und Fluglärm schon zu viel belastet sei und die Stadt wohl nicht der opimale Standort für ein Stadion bei der Autobahnabfahrt Bruck-Ost wäre.

Nun rudert auch Weil selbst zurück. Der Stadtchef plädiert für Wien als Standort des Nachfolgers des in die Jahre gekommenen Ernst-Happel-Stadions. Die öffentlichen Anbindung und die Verkehrslösungen seien dort mit Abstand die Besten. Er gehe davon aus, dass sich der ÖFB und die Stadt Wien einigen werden.

Wie beichtet, hatte sich Wiens Sportstadtrat Peter Hacker via KURIER gegen ein neues Stadion in der Bundeshauptstadt ausgesprochen. Nun ist der ÖFB auf der Suche nach Alternativstandorten für ein neues Nationalstadion samt Trainingscenter und Hauptsitz des österreichischen Fußballbundes.

Damit waren sowohl Niederösterreich als auch das Burgenland in die engere Wahl gekommen.  Das Land NÖ hat dem Fußballbund bereits Anfang Juli erste Standort-Vorschläge übermittelt. Zuletzt hatte Helmut Miernicki, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur ecoplus des Landes NÖ erklärt, dass der ÖFB diese Varianten prüfe. Entscheidend sei aber eine gute Verkehrsanbindung in die Bundeshauptstadt und zum Flughafen.

Dass ausgerechnet Bruck/Leitha Interesse bekundet hatte, hatte für Verwunderung gesorgt. Ist die Stadt zwar gut per Auto über die A4, aber öffentlich nur mit der Ostbahn erreichbar.