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© APA/Sebastian Kahnert

Chronik Niederösterreich
11/06/2019

Betrüger ergaunerte mit falschen Papieren 14 Karossen

44-jähriger Verdächtiger soll Autohäuser in NÖ und Wien mit gefälschten Zahlungsbestätigungen geprellt haben. Er sitzt in Haft.

von Patrick Wammerl

Es war fast immer dieselbe Masche. Einem 44-jährigen Betrüger aus Wien sind laut Polizei zahlreiche Coups mit Luxuskarossen gelungen. Unter Vorlage gefälschter Zahlungsbestätigungen soll er in zahlreichen Autohäusern in Niederösterreich und Wien den Ankauf teurer Fahrzeuge vorgetäuscht haben. Die Karossen machte der Mann gleich darauf bei Gebrauchtwagenhändlern zu Geld. Auf diese Art und Weise soll der Tatverdächtige 14 Fahrzeuge ergaunert haben. Betrugsermittler des nö. Landeskriminalamtes konnten dem Verdächtigen das Handwerk legen und ihn in Wien festnehmen. Der angerichtete Schaden beträgt mehr als 300.000 Euro.

Verkäufer sahen kein Geld

Ins Rollen gebracht hat den Fall ein Mitarbeiter eines Autohauses im Bezirk Baden im März dieses Jahres. Nachdem die Firma dem Mann einen teuren Wagen verkaufte, die Überweisung für das Fahrzeug aber nie am Firmenkonto einlangte, erstattete das Autohaus Anzeige wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges.

Die Erhebungen der Betrugsermittler ergaben, dass der 44-Jährige im Zeitraum von Jänner bis Oktober insgesamt 15 Opfern unter Vorlage gefälschter Zahlungsbestätigungen bei verschiedenen Autohäusern in Niederösterreich und Wien diverse Fahrzeuge angekauft hat. In einem Fall scheiterte der Coup. "Er hat sich nicht auf eine Marke spazialisiert sondern verschiedenste Autohäuser abgeklappert. Dabei waren Mazda, VW, Peugeot, BMW und andere Typen", so ein Kriminalist.

Der Kaufpreis floss jedoch in keinem der Fälle. Die widerrechtlich erlangten Autos wurden anschließend bei Händlern oder Privatpersonen zu Geld gemacht. "Dort sind die Autos auch verblieben, weil sie ja quasi rechtmäßig mit den gültigen Papieren angekauft wurden. Den Schaden haben die jeweiligen Autohäuser", heißt es bei der Polizei.

Acht Straftaten wurden in Wien und sieben in Niederösterreich (Bezirke Baden, Tulln, Gänserndorf, Mödling) verübt. Von der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt wurde ein EU-Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Nach wochenlanger Fahndung stöberten die Betrugsermittler den 44-Jährigen schließlich in Wien auf, wo am 4. November die Handschellen für ihn klickten. Er war bei der Einvernahme geständig und wurde in die Justizanstalt Wr. Neustadt eingeliefert.

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