Autismus bei Kindern: Einrichtung ist pleite, Land NÖ sucht Alternativen
Das Zentrum wird geschlossen.
Rund um die Insolvenz einer Einrichtung für autistische Kinder und Jugendliche im Bezirk Neunkirchen hat das Land Niederösterreich am Dienstag reagiert. Man sei bemüht, eine lückenlose Betreuung der Betroffenen zu garantieren.
Wie bekannt geworden ist, wurde über das Vermögen der Sumna Autismus im Zentrum GmbH am 17. Februar 2026 ein Konkursverfahren am Landesgericht Wiener Neustadt eröffnet. Die Einrichtung mit Sitz in Natschbach bei Neunkirchen bot bis zuletzt Beratung, Begleitung, Intervention, Fortbildung, Supervision und Selbsthilfegruppen im Zusammenhang mit autistischen Kindern an.
Wie die zuständige Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) erklärt, werden aktuell für betroffene Familien alternative Trägerorganisationen gesucht. "Wir bedauern den Ausstieg von Sumna. Die Versorgung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus hat für das Land Niederösterreich oberste Priorität. Zu keiner Zeit stand die Finanzierung für die Betroffenen infrage. Die verantwortlichen Stellen stehen bereits in Gesprächen mit bewährten Partnern, um eine lückenlose Weiterführung der Angebote sicherzustellen", betont Rosenkranz.
Laut Angaben aus dem Büro der Landesrätin, standen zuletzt knapp 40 Familien bzw. Kinder im südlichen Niederösterreich bei der Einrichtung in Betreuung. Für diese Klienten werde nun Ersatz gesucht.
Netz an qualifizierten Einrichtungen
In Niederösterreich gebe es in der Behindertenhilfe ein breites Netz an qualifizierten Einrichtungen und mobilen Unterstützungsleistungen, heißt es vonseiten des Landes. Ziel sei es, rasch tragfähige Lösungen im Sinne der betroffenen Kinder und ihrer Eltern zu finden. Während das Land seinen Verpflichtungen nachkam, erfolgte die Einstellung der Kinderbetreuung durch Sumna selbst. "Qualität und Verlässlichkeit in der Betreuung sind für das Land Niederösterreich nicht verhandelbar", so Rosenkranz. Die zuständige Fachabteilung werde alles daransetzen, rasch Klarheit und Sicherheit zu gewährleisten, so die Landesrätin.
Sumna war überwiegend in der psychosozialen Beratung, Begleitung und Betreuung von Familien, Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und verwandten neurodivergenten Herausforderungen tätig.
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