Asbestgefahr: NÖ Straßendienst lässt Streusplitt derzeit im Lager

Winterdienst für den Straßendienst
Material aus burgenländischem Steinbruch wird untersucht. Auch Luftmessungen sind angeordnet.

Im Zuge der erhöhten Asbestbelastungen, die im Burgenland an verschiedensten Orten in aufgeschüttetem Gestein und in Steinbrüchen festgestellt worden sein sollen, wird auch das Land Niederösterreich aktiv. Es wird Material untersucht, das aus dem Burgenland an den Straßendienst als Streusplitt geliefert wurde. Das Land kündigte Luftmessungen an.

Nach NÖ wurde Gestein aus einem burgenländischen Steinbruch transportiert, das derzeit im Rahmen des Winterdienstes als Streusplitt in der Straßenmeisterei Aspang (Bezirk Neunkirchen) gelagert wird.  "Das gelieferte Material wurde umgehend nach Bekanntwerden der Hinweise separiert und kommt nicht zum Einsatz“, wurde in einer Aussendung des Landes zu den Aktivitäten des NÖ Straßendienstes mitgeteilt.

Man nehme die im Raum stehenden Hinweise ernst, eine Untersuchung zur Abklärung möglicher Asbestbelastung wurde veranlasst. Geprüft werde derzeit, inwieweit Gesteinsmaterial aus dem Steinbruch Pilgersdorf (Bezirk Oberpullendorf) zum Einsatz gekommen ist. 

Transparenz

Die Mischgüter, die der NÖ Straßendienst bezieht, haben allesamt eine Erstprüfung und CE-Zertifizierung. Der NÖ Straßendienst werde die Öffentlichkeit transparent über neue Erkenntnisse und weitere Schritte informieren, wurde angekündigt.

„Wenn wir uns nicht mehr darauf verlassen können, dass sauberes Material geliefert wird, dann ist eine Grenze überschritten“, sagte Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ). „Es geht um den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung und unserer Mitarbeiter.“

Beauftragt wurde nun ein "umfassendes Luft-Messprogramm an repräsentativen Standorten“, teilte das Büro von Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP) auf APA-Anfrage mit. In den nun anlaufenden Untersuchungen sind Fachleute und u.a. der Umweltanwalt eingebunden. Auch mit den Kollegen im Burgenland stehe Pernkopf im Kontakt, hieß es. 

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