Schlummernde Bären: Wer in Arbesbach Winterruhe hält

Bärin Mici durchstreift den verschneiten Bärenwald in Arbesbach.
Großteils wird im Bärenwald Arbesbach geschlafen. Doch trotz Winterruhe durchstreifen einige der geretteten Bewohner die Gehege.

Wenn die Temperaturen sinken, halten Bären in freier Wildbahn Winterruhe. Die Tiere verschlafen die kalten Monate zwar nicht gänzlich, fressen sich jedoch im Herbst eine Fettschicht an, um anschließend den Energieverbrauch deutlich zu senken und die Tage vorwiegend schlummernd zu verbringen.

Dauer und Intensität der Winterruhe unterscheiden sich von Tier zu Tier, wie Vier Pfoten in einer Aussendung schildert. So auch bei den pelzigen Bewohnern des Tierschutzzentrum Arbesbach. Während der 15-jährige Erich bereits seit 57 Tagen schläft, streift Mici wach und aktiv durch das Areal im Waldviertel.

Rückkehr natürlicher Instinkte

Eva Rosenberger, Länderchefin von Vier Pfoten Österreich, zeigt sich von dem Verhalten der vor wenigen Monaten nach Arbesbach überstellten Bärin nicht überrascht: "Bären, die wir aus der Gefangenschaft gerettet haben und die noch nie vorher im Winter geruht haben, brauchen Zeit, um ihre natürlichen Instinkte wiederzufinden", so die Direktorin.

Umso erfreulicher sei es, dass der 33-jährige Felix, der im vergangenen Mai aus Slowenien gerettet wurde, die meiste Zeit schlafe.

Bärin Brumca liegt schlafend auf einem Strohbett.

Bärin Brumca beim Schlummer auf ihrem Strohbett.

Bär Felix liegt versteckt hinter Stroh und Heu in einer kleinen Höhle.

Bär Felix hat sich in seine Höhle zurückgezogen.

Bärin Brumca zieht sich derzeit für zwei bis drei Tage in ihre Höhle zurück, bevor sie wieder bei Spaziergängen durch das Gelände zu sehen ist. Einen Sonderfall stelle laut Vier Pfoten der beinahe bilde und schwer traumatisierte Bär Dunbar dar. 

Das 21-Jährige Tier frisst meist sein Frühstück und zieht sich dann den restlichen Tag zum Schlafen zurück. "Dass er sich schon so weit entspannt, ist wirklich schön; das war angesichts seiner schlimmen Vergangenheit so schnell nicht unbedingt zu erwarten", so Rosenberg.

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