Pilotprojekt soll Langzeitarbeitslose in den Job zurückholen

Prognosen zufolge soll die Arbeitslosigkeit in NÖ heuer steigen. Ein Pilotprojekt will gesundheitlich eingeschränkte Langzeitarbeitslose zurück in den Job führen.
 Mädchen in der Bauakademie Tirol beim Töchtertag 2019

Der Arbeitsmarkt im Waldviertel ist anders. Das zeigen aktuelle Zahlen des AMS. Zwar macht sich die angespannte wirtschaftliche Lage bemerkbar, jedoch deutlich langsamer als im Rest des Landes: Mit einem Plus von 1,3 Prozent lag der Anstieg der Arbeitslosigkeit klar unter dem niederösterreichweiten Durchschnitt von 5,6 Prozent.

Der Waldviertler Arbeitsmarkt steht zunehmend im Zeichen des demografischen Wandels. Während die Zahl junger Arbeitsloser sinkt, ist der Anteil an Jobsuchenden über 55 Jahren hoch. Besonders herausfordernd ist die Situation für langzeitarbeitslose Menschen. Intensive Beratung und Betreuung seien in diesem Fall zentrale Hebel, so Stefan Waldhäusl, Leiter des AMS Zwettl.

Ein Jahr Laufzeit

Zudem setzt das AMS hier mit einem neuen Projekt an. "Wir werden ab Sommer ein von der EU gefördertes neues Vermittlungsprogramm für langzeitarbeitslose Personen, die gesundheitliche Einschränkungen haben, testen", beschreibt AMS NÖ-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern das Konzept von "Support".

Eine Frau im gemusterten Kleid und ein Mann im Anzug stehen lächelnd in einem hellen, modernen Foyer.

Beneder und Waldhäusl beim Gespräch über das Projekt.

Im Rahmen des Projekts werden langzeitarbeitslose Menschen mit Beeinträchtigungen und Betriebe auf Personalsuche unterstützt, so Beatrix Beneder. Ihre Aufgabe als Jobcoach wird es unter anderem sein, als Schnittstelle zwischen den Arbeitssuchenden und den Unternehmen zu fungieren. "Es geht auch darum zu schauen, wie kann ein Arbeitsplatz inklusiv für viele verschiedene Gruppen werden", so Beneder. In den kommenden 12 Monaten sollen 20 Personen vermittelt werden.

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