Truppenübungsplatz Allentsteig: Dieser Offizier übernimmt Kommando
In Allentsteig finden regelmäßig große Militärübungen statt.
Der größte militärische Übungsareal Österreichs bekommt einen neuen Kommandanten – und der ist in der Region kein Unbekannter: Konstantin Oberleitner, 1971 in Allentsteig (Bezirk Zwettl) geboren, steht künftig an der Spitze des Truppenübungsplatzes Allentsteig.
Auf dem weitläufigen Areal mit rund 15.000 Hektar trainieren regelmäßig nationale und internationale Einheiten Gefechtsszenarien, Schießübungen und Manöver unter realitätsnahen Bedingungen. Der Standort gilt als zentrales Ausbildungszentrum für mechanisierte Verbände, Artillerie und internationale Kooperationen.
Vom Batteriekommandanten zum Standortchef
Seit mehr als drei Jahrzehnten dient der Niederösterreicher im Bundesheer. Nach der Matura am Bundesrealgymnasium Horn rückte er 1990 beim Landwehrstammregiment 35 ein. Es folgte die Ausbildung an der Militärakademie im Jahrgang „Kinsky“, anschließend wurde er der Artillerie zugeteilt.
Oberleitner (re.) bei einer Spendenübergabe an die Wasserrettung.
Seine Laufbahn führte ihn durch zahlreiche Führungsfunktionen – vom Batteriekommandanten bis zum stellvertretenden Kommandanten des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 4. Neben klassischer Truppenführung sammelte Oberleitner umfassende Erfahrung in der Stabsarbeit.
Internationale Erfahrung
Auch international ist der neue Kommandant erprobt: Mehrere Auslandseinsätze im Rahmen von KFOR und EUFOR, teils in leitenden Stabsfunktionen, sowie internationale Ausbildungslehrgänge prägten seine militärische Karriere. Diese Einsätze gelten im Bundesheer als wichtige Stationen für Offiziere mit höherer Führungsverantwortung.
Bereits seit Juni 2025 war Oberleitner als Leiter der Stabsabteilung und stellvertretender Kommandant am Truppenübungsplatz Allentsteig tätig – nun übernimmt er offiziell das Kommando.
Lob aus dem Verteidigungsministerium
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) würdigt Oberleitners Bestellung als „starkes Signal für Erfahrung und internationale Vernetzung“. Seine langjährige Dienstzeit, seine Führungsqualitäten im In- und Ausland sowie sein persönliches Engagement zeichneten ihn „in besonderer Weise“ aus, so Tanner.
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