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Personen am Gleis: Koralmbahn wegen Trainsurfern stundenlang gesperrt

Drei Jugendliche steigen auf das Dach eines Intercity-Zuges. Sie konnten zunächst gefasst werden, ihnen gelang jedoch später die Flucht.
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Am Samstagabend gab es für die Passagiere auf der Strecke zwischen Graz und Klagenfurt kein Weiterkommen mehr. Die Züge wurden angehalten und mussten auf eine Weiterfahrt warten. Grund dafür waren „Personen im Gleisbereich“, wie es auf Nachfrage des KURIER seitens der ÖBB heißt. 

Offenbar sind zwei oder drei Jugendliche am Dach eines Intercity-Zuges der ÖBB auf der Koralmstrecke mitgefahren und haben danach für eine stundenlange Sperre der Koralmbahn gesorgt: Mehrere Personen hatten beobachtet, wie die Burschen am Bahnhof Kühnsdorf in Kärnten auf das Dach gestiegen sind.

Der Zug fuhr zunächst noch los, hielt dann aber in einer Nothaltestelle im Koralmtunnel an. Die Polizei konnte trotz Fahndung keinen der Jugendlichen schnappen.

Erste Anzeigen waren kurz vor 20.00 Uhr bei der Polizei auf Kärntner Seite des erst im Dezember für den Personenverkehr geöffneten Tunnels eingelangt. Betroffen war ein Zug, der in Richtung Graz unterwegs war. Als die Polizei eintraf, hatte der Zug gehalten, aber von den sogenannten Trainsurfern gab es keine Spur.

Burschen aufgegriffen, konnten dann aber flüchten

Bei den Erkundungsfahrten der ÖBB konnten zwei Personen aufgegriffen und in Richtung Kärnten mitgenommen werden. Noch ehe eine Streife eintraf, gelang ihnen aber die Flucht und sie entgingen damit am Bahnhof St. Paul im Lavanttal der Polizei.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eventuell ein weiterer Trainsurfer im Koralmtunnel befindet, erfolgten weitere Erkundungsfahrten der ÖBB zwischen den Bahnhöfen St. Paul im Lavanttal und Weststeiermark. Der Zugverkehr war insgesamt gut drei Stunden eingestellt. Weder ein dritter Jugendlicher noch die beiden geflüchteten Burschen konnten bisher ausgeforscht werden. Ihre Identität ist demnach noch unklar.

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