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Feuer im Kärntner Lesachtal: 110 Hektar brennen, kein Ende in Sicht

Im Lesachtal in Kärnten ist am Donnerstagabend ein Waldbrand ausgebrochen. 250 Feuerwehrleute und sechs Hubschrauber sind im Einsatz. Der Siedlungsraum ist nicht betroffen.
Feuerwehrleute bekämpfen einen großen Waldbrand in der Nacht, Flammen und dichter Rauch erleuchten den Himmel.

Der Waldbrand im Kärntner Lesachtal hat sich über Nacht auf 110 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche ausgebreitet. Das ergab ein Erkundungsflug Samstagfrüh, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Hermagor mit. 

Die Löscharbeiten werden seit 6.30 Uhr fortgesetzt, der Fokus des Einsatzes lag weiterhin auf der Eindämmung der Ausbreitung. Im Einsatz standen sechs Hubschrauber, 33 Feuerwehren mit 250 Einsatzkräften, davon 23 Feuerwehr-Flughelfer.

Drei Hubschrauber stammen vom Bundesheer, drei von der Polizei. Siedlungsraum war nicht betroffen, keine Menschen seien gefährdet, hieß es. Dennoch standen Rettungskräfte in Bereitschaft, um schnell Hilfe leisten zu können. Das Einsatzgebiet wurde in vier Abschnitte gegliedert. Die Sperre der Bundesstraße (B111) zwischen St. Lorenzen im Lesachtal und Maria Luggau blieb bis auf Weiteres aufrecht.

Es sei zu erwarten gewesen, dass sich das Feuer über Nacht ausbreitet, sagte Feuerwehr-Sprecher Florian Jost am Samstag zur APA. In der Nacht können keine Hubschrauber fliegen, auch der Wind sorgte für eine weitere Ausbreitung. Der Brand sei keine geschlossene Fläche - "hier ein Graben, dort ein Graben, je nachdem wie der Wind geht". 

Auf den bereits abgebrannten Flächen sind inzwischen Feuerwehrleute mit Rückenspritzen im Einsatz, die Glutnester ausgraben und ablöschen, eine sehr anstrengende Arbeit. Der Großteil des Löscheinsatzes finde aber nach wie vor aus der Luft statt.

Dichter Rauch steigt von einem Waldbrand in einer bergigen Landschaft auf.

Das Bundesheer unterstützt beim Waldbrand im Lesachtal.

Sängerin Naschenweng bekundet Mitgefühl

Solidarität mit den Einsatzkräften und Bewohnern bekundete auch die bekannteste Lesachtalerin, Melissa Naschenweng. "Es tut weh, solche Bilder aus meiner Heimat zu sehen", schrieb die Sängerin am Freitag in einer Instagram-Story. "Danke an alle Einsatzkräfte, die unter so schwierigen Bedingungen im Einsatz sind. Passt's guat auf eich auf."

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